Investoren-Gespräche
Chinas Postsparkasse will die Börse stürmen

Die chinesische Postsparkasse will 6,5 Milliarden Dollar an der Börse einsammeln. Insidern zufolge sind die ersten Großinvestoren bereits an Bord. Mit 2,5 Milliarden US-Dollar will die UBS einen Löwenanteil anlegen.

HongkongDie Postal Savings Bank of China – die chinesische Postsparkasse – steht offenbar vor dem erfolgreichen Abschluss von Gesprächen mit Investoren, die sich im Vorfeld des geplanten Börsengangs mit mehr als 6,5 Milliarden Dollar (5,8 Milliarden Euro) engagieren wollen. Nach Insider-Informationen gehören zu den Interessenten die Schweizer Großbank UBS und der Staatsfonds Temasek.

Die UBS will demnach 2,5 Milliarden Dollar investieren und einen Teil davon an andere Investoren weitergeben. Daneben sind den Angaben zufolge die Finanzinvestoren DBS Group, International Finance aus Singapur und der Finanzarm von Alibaba unter den Anlegern. Rund 15 Prozent der Postsparkasse sollen an Investoren von außen gehen - der chinesische Präsident Xi Jinping will auf diese Weise bei Staatsunternehmen für mehr Marktdisziplin sorgen.

Eine Ankündigung über die endgültige Allokation der Anteile sei für kommende Woche geplant, sagten die informierten Personen. Es sei möglich, dass insgesamt Beteiligungen bis zu 7 Milliarden Dollar vergeben würden.

Das Finanzinstitut mit Sitz in Peking verfügt in China mit nahezu 40.000 über die größte Zahl von Filialen, wurde 2007 gegründet worden und gilt als interessant für ausländische Anleger. Das liegt an der vergleichsweise guten Finanzlage mit einem nur geringen Anteil fauler Kredite, wie es von den Personen weiter hieß. Der Anteil betrug zum Jahresende 2014 0,64 Prozent und damit niedriger als bei allen anderen börsennotierten chinesischen Banken.

Nach eigenen Angaben hat die Postsparkasse 478 Millionen Kunden im ganzen Land. Die Bank ist eine Tochter des staatlichen Postdienstleisters China Post ., und will den Informationen zufolge mit der Hilfe einiger der neuen Investoren vermehrt das Investmentbanking, die Vermögensverwaltung und die Mikrofinanzierung ausbauen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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