Investoren
Schmack Biogas will 30 Millionen Euro an der Börse erlösen

Die Schmack Biogas AG aus Schwandorf rechnet bei ihrem Börsengang im Qualitätssegment Prime Standard mit einem Emissionserlös von mindestens 30 Mill. Euro. Konsortialführer der Emission ist die Hypo-Vereinsbank, daneben gehören die BayernLB und Sal. Oppenheim dem Konsortium an.

FRANKFURT.Die Schmack Biogas AG aus Schwandorf rechnet bei ihrem Börsengang im Qualitätssegment Prime Standard mit einem Emissionserlös von mindestens 30 Mill. Euro (ISIN DE000SBGS111). Das sagte Vorstandschef und Gründer Ulrich Schmack gestern in Frankfurt. Der gesamte Emissionserlös dürfte damit zwischen 70 und 80 Mill. Euro liegen.

Von den inklusive Zuteilungsreserve (Greenshoe) 2,3 Mill. Aktien stammen 1,2 Mill. Stücke aus einer Kapitalerhöhung. Der Rest kommt von Altaktionären, die überwiegend den beiden Vorstandsfamilien Schmack und Abel nach stehen.

Konsortialführer der Emission ist die Hypo-Vereinsbank, daneben gehören die BayernLB und Sal. Oppenheim dem Konsortium an. In den nächsten Tagen geht das Unternehmen auf Roadshow, um das Interesse internationaler Investoren auszuloten und anschließend die Preisspanne festzulegen. Die soll in der Nacht vom 17. zum 18 Mai bekannt gegeben werden. Die Zeichnungsfrist läuft vom 18. bis zum 23. Mai. Die Erstnotiz ist für den 24. Mai vorgesehen. Schmack Biogas wäre Börsengang Nummer acht im laufendem Jahr im Prime Standard.

Das im Jahr 1995 gegründete Unternehmen hat bisher 145 Biogas-Anlagen errichtet und ist im Moment dabei, seine Kundenstrategie zu verändern. Galten bisher Landwirte als Hauptabnehmer der ein bis zwei Mill. Euro teuren Anlagen, so zählen inzwischen auch große Versorger wie Eon oder einige Stadtwerke zum Kundenkreis. Im vergangenen Jahr hat Schmack Biogas einen Umsatz von 34,1 Mill. Euro (Vorjahr: 16,4) und ein Betriebsergebnis von 2,8 Mill. Euro (Vorjahr: 0,5) erzielt. Der Erlös aus dem Börsengang soll vor allem in den Ausbau eigener Anlagen fließen, mit denen man künftig verstärkt vom steigenden Gaspreis profitieren will.

Auf Investorenseite stieß das Unternehmen gestern auf großes Interesse. Das lag besonders daran, dass mit Schmack das erste Unternehmen aus dem Bereich Biogas nun an die Börse strebt. „Das große Zukunftsthema Regenerative Energien besteht aus weit mehr als nur Wind und Sonne“, sagte ein Investor. Deswegen komme Schmack auch eine besondere Bedeutung als Vorreiter für die Biogas-Branche zu. Von Bankenseite war zu hören, dass in diesem Jahr noch drei bis vier weitere Unternehmen der Branche folgen könnten.scc

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