Investoren sind deutlich vorsichtiger geworden
Morgan Stanley erwartet weitere Börsengänge

In Deutschland wird es nach Meinung der Investmentbank Morgan Stanley trotz der jüngsten Kursverluste an den Aktienmärkten auch im zweiten Halbjahr eine ganze Reihe von Börsengängen geben.

pot FRANKFURT. Zwar werde sich das Spitzenergebnis des ersten Halbjahres mit 29 Neuemissionen nicht wiederholen. Aber eine zweistellige Anzahl von Börsengängen werde es schon sein, sagte Dirk Notheis, einer der Leiter des Investment Banking von Morgan Stanley, gestern in Frankfurt.

Diese Erwartung wird von den meisten Investmentbanken geteilt. Die Branche hofft, dass es sich bei den jüngsten Kursverlusten nur um eine begrenzte Korrektur und nicht um den Beginn einer längeren Talfahrt handelt. Noch ist die Stimmung allerdings äußerst labil. In den vergangenen Wochen wurden in Europa diverse Börsengänge abgesagt. In Deutschland warf Wacker Construction am Wochenende das Handtuch.

Als Erfolg wurde dagegen verbucht, dass der Baumaschinenhersteller Bauer allen Unkenrufen zum Trotz am Dienstag mit leichten Kursgewinnen debütierte. Und schon steht mit dem Finanzdienstleister OVB ein weitere Aspirant in den Startlöchern. Das Unternehmen will Anfang nächster Woche Details des Börsengangs nennen, dessen Volumen in der Größenordnung von 75 Mill. Euro liegen soll.

Die gemischte Bilanz der vergangenen Tage ist ein klares Signal, dass die Investoren deutlich vorsichtiger sind und längst nicht mehr alle Aktien kaufen. „Die Story der Unternehmen muss wirklich wasserdicht sein“, meint Notheis. Überzeuge ein Unternehmen, seien genügend Investoren zur Zeichnung bereit.

Allerdings handelt es sich bei den Käufern in erster Linie um institutionelle Anleger. Die Privatanleger hätten das Platzen der Börsenblase im Jahr 2001 noch längst nicht vergessen und hielten sich bei Neuemissionen weiterhin sehr zurück, hat Notheis beobachtet.

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