IPO an der Nasdaq
Finanzinvestor Carlyle will bis zu 760 Millonen Dollar einnehmen

Der Finanzinvestor Carlyle bringt in zwei Wochen zehn Prozent der Anteile an die Börse. Bei einem Verkaufspreis von 25 Dollar pro Stück käme das Unternehmen auf einen Börsenwert von 7,6 Milliarden Dollar.
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New YorkDer Börsengang der US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle soll bis zu 760 Millionen Dollar einbringen. Der Finanzinvestor will bei dem für den 2. Mai geplanten Schritt zehn Prozent der Anteile an die US-Technologiebörse Nasdaq bringen. Am oberen Ende der auf 23 bis 25 Dollar festgesetzten Preisspanne wäre Carlyle damit rund 7,6 Milliarden Dollar wert. Noch im September 2007 - vor dem Ausbruch der Finanzkrise - war Carlyle mit rund 20 Milliarden Dollar bewertet worden. Mit dem Geld will das Unternehmen unter anderem Schulden zurückzahlen und neue Zukäufe finanzieren. Die drei Firmengründer William Conway, Daniel D'Aniello und David Rubenstein, die noch in dieser Woche auf Werbetour für die Carlyle-Aktie gehen wollen, verkaufen bei dem Börsengang keine eigenen Papiere.

An der Börse waren Finanzinvestoren zumeist keine Erfolgs-Geschichte. Der Branchenprimus Blackstone hat seit seinem Börsengang 2007 etwa die Hälfte seines Wertes verloren. Bei den klassischen Private-Equity-Investoren wächst die Furcht, dass dann der kurzfristige Börsen-Erfolg im Vordergrund steht statt ihrer langfristigen Renditen. Auch KKR und Apollo sind börsennotiert. Das Initial Public Offering (IPO) des auf Immobilien und notleidende Kredite spezialisierten Investors Oaktree in der vergangenen Woche an der New Yorker Nyse war vielfach als Generalprobe für Carlyle gesehen worden. Er lief enttäuschend: Oaktree schlug selbst am unteren Ende der Preisspanne weniger Aktien los als geplant.

An die Börse begleitet wird Carlyle unter anderem vom JP Morgan, Citigroup, Credit Suisse und Merrill Lynch. Carlyle verwaltet ein Vermögen von etwa 147 Milliarden Dollar. Neben den Gründern sind bisher die Investmentfirma Mubadala aus Abu Dhabi und die kalifornischen Pensionsfonds-Gesellschaft CalPERS die größten Investoren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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