IPO-Pläne
Hochtief bringt Infrastruktur an die Börse

Der größte deutsche Baukonzern Hochtief will mit dem Börsengang seiner Infrastruktursparte Concessions Finanzkreisen zufolge rund eine Milliarde Euro einsammeln.
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rtr FRANKFURT. Hochtief selbst könnte mit den Erlösen aus der Erstplatzierung der Tochter rund 700 bis 750 Millionen Euro einnehmen, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Weitere bis zu 300 Millionen Euro sollten über eine Kapitalerhöhung Concessions direkt zufließen, hieß es. Die Aktien der Sparte, an der Hochtief eine knappe Mehrheit behalten will, sollen den Kreisen zufolge Anfang Dezember erstmals an der Börse gehandelt werden. Der Börsengang wäre der größte seit zwei Jahren in Deutschland.

Ein Hochtief-Sprecher sagte, der Konzern werde sich über das bereits Kommunizierte hinaus nicht weiter zu den IPO-Plänen äußern. In der Sparte ist das Geschäft mit Flughäfen, Straßenprojekten und öffentlicher Infrastruktur wie Schulen oder Rathäusern gebündelt. Concessions hält Beteiligungen an sechs Flughäfen. Hochtief hatte den Wert der Sparte zuletzt auf 1,54 Milliarden Euro taxiert. Bei Concessions sind Investitionen von insgesamt rund 600 Millionen Euro geplant, die unter anderem in Anteile am Flughafen Budapest fließen sollen. Rein rechnerisch ergibt sich damit ein Wert von über zwei Milliarden Euro.

Behält Hochtief wie geplant knapp über die Hälfte der Concessions-Anteile, ergibt sich ein Wert von knapp über einer Milliarde Euro für die andere Hälfte der Sparte, die an die Börse gebracht werden soll. Hochtief-Aktien legten am Vormittag erneut zu und notierten mit einem Plus von über drei Prozent bei 58,86 Euro.

Der Zeitpunkt für einen Börsengang sei "sehr gut", hatte Concessions-Chef Peter Noe der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Er hatte angekündigt, dass bei dem Börsengang auch neue Aktien ausgegeben werden sollten. Zu Details hatte er sich nicht geäußert. Hauptzielgruppe für die Aktien seien institutionelle Investoren. "Von der erwarteten Marktkapitalisierung her könnte Hochtief Concessions sicherlich ein Kandidat für den MDax sein", fügte er hinzu.

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