Irland
Ex-Krisenbank AIB kehrt an die Börse zurück

Es ist einer der größten Börsengänge in der Bankenbranche seit der Finanzkrise: Die ehemalige irische Krisenbank Allied Irish Banks kehrt zurück. Schon vor dem offiziellen Handel legten die Papiere deutlich zu.
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DublinDie irische Ex-Krisenbank Allied Irish Banks (AIB) ist an die Börse zurückgekehrt. Irland verkaufte am Freitag für drei Milliarden Euro ein Aktienpaket von 25 Prozent am Markt. Damit hat das Land in etwa die Hälfte der 21 Milliarden Euro wieder rausbekommen, die es für die Rettung des Instituts ausgegeben hatte. AIB ist der drittgrößte Bankbörsengang in Europa seit der weltweiten Finanzkrise 2008 und die größte Emission in London seit sechs Jahren.

Erster Handelstag für die neuen Aktien an den Börsen in Dublin und London ist Dienstag. Im inoffiziellen Handel legten die Papiere am Freitag bereits sieben Prozent auf 4,71 Euro zu. Ausgegeben wurden die Anteilsscheine für 4,40 Euro und damit in der Mitte der Preisspanne von 3,90 bis 4,90 Euro.

Sowohl AIB-Chef Bernard Byrne als auch Irlands Finanzminister Paschal Donohoe bezeichneten den Börsengang als Meilenstein für die Bank. Donohoes Vorgänger Michael Noonan hatte die Platzierung im Mai in die Wege geleitet. Ihm zufolge wird sich die vollständige Privatisierung wohl über acht bis zehn Jahre hinziehen.

Das Geldhaus war während der Finanzkrise in Schieflage geraten, wurde 2009 vom Staat gerettet und anschließend nahezu komplett übernommen. Nach jahrelanger Sanierung war die AIB vor drei Jahren wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Als erste vom Staat aufgefangene irische Bank sieht sich das Institut mittlerweile wieder in der Lage, eine Dividende zu zahlen. Irland will die Erlöse aus dem Börsengang in den Abbau von Schulden stecken, die mit 200 Milliarden Euro zu den höchsten in der Euro-Zone gehören. 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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