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Irland vor Sanierungsprogramm - Märkte zunächst erleichtert

Das hochverschuldete Irland steht laut Commerzbank vor einem harten Sanierungskurs. "Irland ist zwar für die nächsten drei Jahre gerettet, doch diese Rettung gibt es nicht umsonst", heißt es in einer Studie vom Montag.

dpa-afx FRANKFURT. Das hochverschuldete Irland steht laut Commerzbank vor einem harten Sanierungskurs. "Irland ist zwar für die nächsten drei Jahre gerettet, doch diese Rettung gibt es nicht umsonst", heißt es in einer Studie vom Montag. Voraussetzung für die Hilfen sei ein Sanierungsprogramm, dessen Schwerpunkt auf dem maroden Bankensektor liegen werde. Die heimischen Banken dürften zumindest verkleinert, möglicherweise sogar teils abgewickelt werden. "Damit ist auch klar, dass der Finanzsektor in den nächsten Jahren kein Wachstumsmotor für die irische Wirtschaft mehr sein wird."

Zweite Baustelle der irischen Wirtschaft werde der Staatshaushalt sein, schreibt Commerzbank-Experte Christoph Weil. "Es wird drastische Einschnitte im Sozialbereich geben." Zudem dürften Steuererhöhungen winken, insbesondere bei den Unternehmensteuern. Die Märkte dürften unterdessen erleichtert auf die Rettung reagieren. Ob damit aber der Druck auf andere bedrohte Staaten nachhaltig schwinde, sei nicht sicher. "Die steigenden Risikoprämien für portugiesische Staatsanleihen sind nicht nur der irischen Krise geschuldet. Das Land hat auch eine Reihe eigener Probleme."

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