IT-Franchise-Unternehmen wächst in einem schwierigen Umfeld
PC-Spezialist überzeugt die Analysten mit Innovation

Die Aktie des Bielefelder Franchise-Unternehmens PC-Spezialist hat nach Ansicht von Analysten weiteres Kurspotenzial. Der Grund: Mit einem innovativen Geschäftsmodell wächst das Unternehmen selbst in einem schwierigen Umfeld.

DÜSSELDORF. Das Geschäftskonzept von PC-Spezialist baut dabei auf drei Säulen auf: Zum einen werden mit selbstständigen IT-Händlern Franchise-Verträge geschlossen. Die Händler betreiben das Geschäft vor Ort und werden in den Bereichen Sortiment und Logistik unterstützt. Zurzeit betreut das Unternehmen 115 Franchisenehmer. Das zweite Standbein bildet die Einkaufsgemeinschaft „Microtrend“: Unter dieser Marke profitieren mehr als 1200 IT-Händler in Deutschland, Österreich und Luxemburg von Rabatten beim Einkauf. Mit dem „PC-Spezialist Mover“ will das Unternehmen den ländlichen Raum erobern. Der „Mover“ fährt zu den Kunden nach Hause und bietet vor Ort Ware und Service an.

Die drei Geschäftsbereiche sind insgesamt sehr profitabel: Im ersten Quartal belief sich der Umsatz nach vorläufigen Zahlen auf 4,22 Mill. Euro – eine Steigerung von 12 Prozent. Das Unternehmen plant für das Gesamtjahr einen Umsatz zwischen 17,4 und 18,5 Mill. Euro sowie einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 5,1 bis 5,3 Mill. Euro vor.

Der Kurs der im Prime Standard gelisteten Aktie befindet sich in einem stetigen Aufwärtstrend. Von seinem 6-Euro-Tief im Oktober 2002 hat sich der Kurs erholt und liegt zurzeit relativ konstant bei 12 Euro.

Auf diesem Niveau hält Analyst Henner Rüschmeier von SES Research das Papier für stark unterbewertet. Er gibt ein Kursziel von 14,40 Euro aus. „Mit der Einkaufsgemeinschaft Microtrend wird das Unternehmen weiter wachsen.“ Auch im Franchisebereich sei die Situation mit 18 Vorvertragspartnern sehr erfreulich. „Den Preiskampf am IT-Markt werden die Franchisenehmer überstehen, nicht zuletzt weil sie von der Zentrale sorgfältig ausgewählt, geschult und betreut werden.“ Auch Christian Schindler, Analyst bei der LandesbankRheinland-Pfalz ist optimistisch. „Das Unternehmen wächst und ist äußerst finanzstark.“ Nicht ohne Grund habe sich PC-Spezialist auch in den Krisenzeiten am Neuen Markt behaupten können. „Da gab es nur wenige, die so ausgezeichnet dastanden.“

Schindlers Kollege Alexander Langhorst, Analyst bei GSC-Research, sieht auf Sicht von 12 Monaten für PC-Spezialist ein Kurspotenzial bis zu 15 Euro. „Auch in einem schwierigem Umfeld erzielt das Unternehmen dank innovativem Konzept satte Gewinne.“ Bei der heutigen Entscheidung des Arbeitskreises Aktienindizes sei das Unternehmen ein potenzieller Aufstiegskandidat für den SDax-Index. Wahrscheinlich sei aber eine Aufnahme auf mittlere Sicht. SES-Experte Rüschmeier sieht dies ähnlich: „PC-Spezialist ist auf einem guten Wege und von einem Aufstieg nicht weit entfernt.“

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