Aktien
Iwka an der MDax-Spitze - 'Zerschlagungsfantasie beflügelt'

Nach dem Rücktritt von Iwka-Vorstandschef Hans Fahr hat sich die Aktie des Maschinen- und Anlagenbauers am Freitag mit einem Kursplus von bis zu sechs Prozent an die MDax-Spitze gesetzt.

dpa-afx FRANKFURT. Nach dem Rücktritt von Iwka-Vorstandschef Hans Fahr hat sich die Aktie des Maschinen- und Anlagenbauers am Freitag mit einem Kursplus von bis zu sechs Prozent an die MDax-Spitze gesetzt. Bis 14.40 Uhr entfernte sich das Papier etwas von seinem Tageshoch und notierte bei 20,50 Euro - immer noch ein Plus von 3,74 Prozent. Zugleich stieg der MDax um 0,13 Prozent auf 5 989,10 Punkte.

"Kurzfristig beflügelt nun die Zerschlagungsfantasie den Iwka-Kurs", sagte Analyst Erhard Schmitt von Helabatrust. Die von dem US-Finanzinvestor Guy Wyser-Pratte gewünschte Konzentration auf die Robotertechnik bewertete der Experte aber mit Vorsicht. Langfristig wäre es für das Unternehmen besser, neben der Robotertechnik auf mehreren Feldern - etwa der Verpackungstechnik - präsent zu sein. Schmitt bestätigte den Iwka-Titel mit der Anlageempfehlung "Neutral".

Analyst Richard Schramm von Hsbc Trinkaus & Burkhardt sagte mit Blick auf den Rücktritt von Vorstandschef Fahr: "Damit sind die Chancen von Wyser-Pratte für einen radikalen Wechsel gestiegen." Auch er bewertete eine mögliche Fokussierung auf die Robotertechnik skeptisch. "Dann würde die Abhängigkeit von Iwka vom zyklischen Autogeschäft wachsen."

Dass sich die Iwka-Aktie etwas vom Tageshoch entfernte, erklärten einige Marktteilnehmer auch mit Aussagen von der Hauptversammlung. Nach Worten von Iwka-Aufsichtsratschef Reinhard Engel hält der Aufsichtsrat an der Drei-Säulen-Strategie für den Konzern fest und lehnt eine Konzentration auf die Robotertechnik weiterhin ab. Zugleich wies US-Großaktionär Guy Wyser-Pratte angebliche Pläne für eine Zerschlagung des Konzerns zurück.

Im Machtkampf bei Iwka ist Vorstandschef Hans Fahr auf Druck eines ausländischen Investors am Freitag kurz vor Beginn der Hauptversammlung zurückgetreten. Fahr habe nach der "teils sehr persönlichen" Dauerkritik des US-Großaktionärs Guy Wyser-Pratte keine Chance mehr gesehen, seine Strategie erfolgreich umsetzen zu können, sagte ein Konzernsprecher. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen soll Finanzvorstand Hans Lampert vorläufig das operative Geschäft führen.

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