Aktien
Iwka verlieren zeitweise zehn Prozent - Gewinnwarnung für 2005

Iwka-Aktien haben am Montag nach einer Prognosesenkung für 2005 zeitweise mehr als zehn Prozent verloren. Die Papiere des Karlsruher Maschinen- und Anlagenbauer brachen bis 9.55 Uhr um 8,63 Prozent auf 18,00 Euro ein, das bisherige Tagestieg lag bei 17,52 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Iwka-Aktien haben am Montag nach einer Prognosesenkung für 2005 zeitweise mehr als zehn Prozent verloren. Die Papiere des Karlsruher Maschinen- und Anlagenbauer brachen bis 9.55 Uhr um 8,63 Prozent auf 18,00 Euro ein, das bisherige Tagestieg lag bei 17,52 Euro. Der MDax fiel gleichzeitig um 2,39 Prozent auf 5 594,61 Punkte. Iwka hatte am Freitagabend angesichts der schleppenden Nachfrage aus der Automobilindustrie seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr zurückgezogen. Durch rückläufige Investitionen in der Automobilindustrie habe sich die Auftragseingangssituation zuletzt deutlich verschlechtert.

Die Gewinnwarnung ist "sehr enttäuschend", sagte ein Frankfurter Händler in einer ersten Reaktion, zumal der Margenverfall noch weiter zugenommen habe. Die meisten Analysten hätten bisher noch mit einem leichten Anstieg des operativen Ergebnis gerechnet. Die Abschwächung scheine nun nicht mehr temporär, sondern nachhaltig zu sein, was die hohen Kursverluste begründe. Derzeit kämpfe die nun auch technisch angeschlagene Aktie mit der wichtigen Marke von 18 Euro.

HVB Equity Research hat Iwka-Aktien nach der Gewinnwarnung für 2005 von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und überprüft das Kursziel von bisher 21 Euro. Die starken Jahre der Sparte Robotertechnik dürften vorbei sein, schrieb Analyst Peter Rothenaicher am Montag. Er rechne mit anhaltendem Margendruck und weiter enttäuschenden Nachrichten. Vor diesem Hintergrund sei die Bewertung im Vergleich zu anderen Industriewerten eher hoch.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bestätigte unterdessen ihre Einstufung als "Marketperformer" mit dem Kursziel von 22,00 Euro zum Jahresende. Die Gewinnwarnung im ersten Quartal für das laufende Jahr stelle eine negative Überraschung dar und unterstreiche die Abhängigkeit des Unternehmens von der Automobilindustrie, schrieb LRP-Analyst Markus Turnwald. Vor der anstehenden Hauptversammlung dürfte dies den Druck auf das Management deutlich erhöhen. Turnwald prüft sein Zahlenwerk und das Ziel nach der Analystenkonferenz.

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