Aktien
Jenoptik schwach - Probleme in Asien - Deutsche Bank stuft ab

Jenoptik-Aktien haben am Freitag erneut zu den schwächsten TecDax-Werten gezählt. Der verschobene Börsengang seines milliardenschweren Halbleitergeschäfts in Singapur und kritische Analystenkommentare belasteten laut Händlern den Kurs.

dpa-afx FRANKFURT. Jenoptik-Aktien haben am Freitag erneut zu den schwächsten TecDax-Werten gezählt. Der verschobene Börsengang seines milliardenschweren Halbleitergeschäfts in Singapur und kritische Analystenkommentare belasteten laut Händlern den Kurs. Das Papier des Technologiekonzerns fiel gegen 11.30 Uhr um 2,09 Prozent auf 7,95 Euro, während der TecDax um 0,37 Prozent auf 535,07 Punkte stieg.

Die Deutsche Bank hatte die Jenoptik-Aktie von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Grund sei der wegen eines schwachen Marktumfeldes zunächst aufgeschobene Börsengang von M+W Zander Facility Engineering in Singapur, hieß es zur Begründung in einer Studie vom Freitag. Das sei ein großer Rückschritt bei dem Ziel, sich auf die Sparte Photonics zu konzentrieren. Das Kursziel wurde von 11,00 auf 8,60 Euro reduziert.

Helabatrust-Analyst Michael Busse bestätigte seine "Halten"-Empfehlung für den TecDax-Wert. Jenoptik habe keine stichhaltigen Gründe für die kurzfristige Absage des Börsengangs geliefert. "Sowohl die Börsenentwicklung in Singapur als auch die zuletzt positiven Nachrichten aus dem Halbleiter-Bereich boten ein solides Umfeld für die Platzierung der neuen Aktie", sagte Busse.

Zudem hat Jenoptik nach Ansicht von Busse jüngst mit einem guten Auftaktquartal aufgewartet. Auch in der laufenden Berichtsperiode sei eine "erfreuliche Geschäftsentwicklung" zu erwarten. Vor diesem Hintergrund erschien es laut Bussse "durchaus realistisch, einen fairen Preis für die Reinraumtechnik-Emission zu erzielen". Nun stehe die strategische Neuausrichtung des Unternehmens weiter im Fokus.

Jenoptik hält ungeachtet des verschobenen Börsengangs für das Halbleitergeschäft in Asien an der geplanten Aufspaltung des Konzerns fest. "An der Strategie ändert sich null Komma nichts. Der Schnitt kommt", sagte der Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG , Alexander von Witzleben, am Vortag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Jena. Der Vorstandschef trat Befürchtungen von Bankanalysten entgegen, der Konzernumbau könnte ins Stocken geraten.

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