Aktien
Jenoptik sehr fest - vorläufige Zahlen, Reinraumgeschäft

Die Aktien der thüringischen Jenoptik AG haben sich am Freitag mit einem deutlichen Abstand zum nächstplatzierten Wert an die Spitze des TecDax' gesetzt. Der Kurs zog um 6,28 Prozent auf 9,81 Euro an, während der Technologieindex bis 10.40 Uhr um 1,07 Prozent auf 541,78 Punkte stieg.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der thüringischen Jenoptik AG haben sich am Freitag mit einem deutlichen Abstand zum nächstplatzierten Wert an die Spitze des TecDax' gesetzt. Der Kurs zog um 6,28 Prozent auf 9,81 Euro an, während der Technologieindex bis 10.40 Uhr um 1,07 Prozent auf 541,78 Punkte stieg.

Die vorgelegten Zahlen sind nach einer ersten Einschätzung der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) besser als erwartet ausgefallen. "Das dürfte dem positiven Kursverlauf weiteren Schub geben", sagte Analyst Thomas Hofmann in einer ersten Reaktion. Das dominierende Thema sei für ihn jedoch die Frage, ob die Reinraumsparte verkauft oder an die Börse gebracht werde.

Der Markt könne nach Vorlage der Zahlen nun klarer in die Zukunft blicken, sagte ein Analyst. Jedoch sei mit den ersten Kennzahlen und Berichten über die Trennung von der Reinraumsparte nichts Neues veröffentlicht worden. "Das wurde schon lange diskutiert und hat sich mit der Verlegung des Firmensitzes nach Asien bereits angedeutet." Zur Sparte Clean Systems Technologies gehören M+W Zander Facility Engineering und D.I.B, die Reinräume für die Industrie bauen beziehungsweise Gebäude verwalten.

Sollte es zu einem Börsengang kommen, würden vermutlich 30 oder 40 Prozent der Anteile verkauft, bevor der Anteil von Jenoptik über eine Kapitalerhöhung unter die 50-Prozentmarke gedrückt werde. Danach müsse das hoch zyklische Geschäft nicht länger konsolidiert werden. "Allein deshalb kommt es nächstes Jahr schon zum Ergebnis-Swing", sagte er voraus. Er erwartet deutlich steigende Gewinnzahlen. Vergleiche man die Bewertung von Jenoptik mit der anderer reiner Optikkonzerne wie Rofin Sinar oder Cymer , besäßen diese höhere Bewertungsrelationen. "Deshalb ist noch Fantasie in der Aktie."

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) Unternehmensangaben zufolge ans obere Ende der prognostizierten 45 bis 60 Mill. Euro gestiegen. Der Umsatz beträgt rund 2,5 Mrd. Euro und übertrifft damit die Markterwartung. Beim Auftragseingang übertraf der Konzern leicht den Rekordwert von 2,2 Mrd. Euro aus dem Jahr 2003 und berichtete für die ersten Wochen 2005 von einem "lebhaften Auftragseingang".

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