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JP Morgan senkt EADS-Prognosen wegen schwacher Rüstungssparte

Die US-Investmentbank JP Morgan hat wegen Verzögerungen beim Verkauf des Eurofighter und des Eurocopter die Prognosen für den europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS gesenkt. In einer am Donnerstag in New York vorgelegten Studie bestätigte Analyst Joseph Nadol die Aktie auf "Neutral".

dpa-afx NEW YORK. Die US-Investmentbank JP Morgan hat wegen Verzögerungen beim Verkauf des Eurofighter und des Eurocopter die Prognosen für den europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS gesenkt. In einer am Donnerstag in New York vorgelegten Studie bestätigte Analyst Joseph Nadol die Aktie auf "Neutral".

Für das kommende Jahr strich der Analyst seine bisherige Gewinnerwartung von 1,45 auf 1,25 Euro zusammen. Damit liegt Nadol aber weiter über den vom Unternehmen angekündigten 1,20 Euro je Aktie. Beim Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen rechnet er mit 2,4 Mrd. nach bislang 2,5 Mrd. Euro. Die Umsatzprognose weitete er hingegen von 33,45 auf 33,73 Mrd. Euro aus.

Das Rüstungs- und Raumfahrtgeschäft werde 2005 wohl knapp das Vorjahresniveau erreichen, sagte er voraus. Die verzögerte Vertragsunterzeichnung bei der zweiten Tranche des neuen Kampfjets Eurofighter könnte mehr als die Hälfte der im kommenden Jahr geplanten Auslieferungen betreffen. Probleme mit der technischen Dokumentation beim Kampfhubschrauber Tiger könnten für eine ähnliche Verzögerung sorgen.

Nadol hob seine Absatzprognose für die Luftfahrttochter Airbus von 345 auf 355 Maschinen an, jedoch sollten Kostenüberschreitungen beim Bau des Superjumbos A380 und erste Kosten für die Entwicklung des A350 den freien Kapitalfluss vor Finanzierung von Kundenaufträgen ins Minus drücken.

Seine bisherige Einstufung auf "Neutral" blieb unverändert. "Währungsrisiken sind der wichtigste Grund, warum ich die Aktie nicht empfehlen kann", sagte Nadol. Günstige Absicherungen gegen Währungsschwankungen liefen langsam aus. Gemäß der Einstufung "Neutral" geht JP Morgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten im Gleichklang mit dem vom Analystenteam beobachteten Sektor entwickeln wird.

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