Aktien
JP Morgan stuft RWE auf 'Neutral' herauf - Kursziel nun 50 Euro

Die US-Investmentbank JP Morgan hat ihre Empfehlung für die RWE-Aktie von "Underweight" auf "Neutral" heraufgenommen und das Kursziel von 43 auf 50 Euro erhöht.

dpa-afx LONDON. Die US-Investmentbank JP Morgan hat ihre Empfehlung für die RWE-Aktie von "Underweight" auf "Neutral" heraufgenommen und das Kursziel von 43 auf 50 Euro erhöht. In einer am Dienstag in London vorgelegten Studie weitete Analystin Caroline Randall zugleich ihre Gewinn-Prognose für das laufende und die beiden kommenden Jahre aus. Die Aktie des Versorgers sei an der Börse preiswerter als die der europäischen Mitbewerber, jedoch nicht so günstig bewertet wie die des Konkurrenten Eon.

Für das laufende Jahr rechnet Randall mit 4,29 Euro Gewinn je Aktie. Für die beiden kommenden Jahre erwartet sie 4,92 bzw. 5,00 Euro Gewinn je Aktie. Den operativen Gewinn sieht sie 2005 bei 6,195 Mrd. Euro und damit um 0,8 Prozent niedriger als bisher. HFür das kommende Jahr hingegen hob sie ihre Prognose um 1,6 Prozent auf 6,728 Mrd. Euro an, während sie für 2007 einen operativen Gewinn von 6,971 Mrd. Euro erwartet. Zuvor hatte sie mit 6,848 Mrd. Euro gerechnet.

Für den deutschen Energiesektor und RWE im Speziellen gibt es nach Ansicht der Expertin drei wichtige Einflussfaktoren. So könnte RWE davon profitieren, dass mit einem möglichen Wahlgewinn der CDU in Nordrhein-Westfalen die Diskussion über die Laufzeit der Atomkraftwerke wieder zunimmt. Steigende Preise für Heizkohle sollten zudem die Stromrechnungen der Verbraucher verteuern. Davon profitiere der Versorger, weil RWE nicht aussschließlich teure Kohle zur Stromerzeugung nutze. Wenn im Hochsommer schließlich das neue Energie-Gesetz eingeführt sei, werde die Aktie schließlich von einem Unsicherheitsfaktor befreit. Bislang erwarte sie, dass die Vorschriften den Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) zwischen 2006 und 2008 um 1 Milliarde Euro drücken.

Gemäß der Einstufung "Neutral" geht JP Morgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten im Gleichklang mit dem vom Analystenteam beobachteten Sektor entwickeln wird.

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