Aktien
Julius Bär sehr schwach - Analysten kritisieren hohe Kosten

ZÜRich (dpa-AFX Broker) - Aktien der Julius Bär Holding haben am Freitag nach Vorlage enttäuschender Halbjahreszahlen spürbar eingebüßt. Vor allem die Ergebnisse im Privatkundenbereich seien schwach gewesen, sagten Händler.

ZÜRich (dpa-AFX Broker) - Aktien der Julius Bär Holding haben am Freitag nach Vorlage enttäuschender Halbjahreszahlen spürbar eingebüßt. Vor allem die Ergebnisse im Privatkundenbereich seien schwach gewesen, sagten Händler. Bis 11.20 Uhr sank das Papier der Schweizer Bank um 3,51 Prozent auf 82,45 Schweizer Franken, während der Swiss-Market-Index (SMI) um 0,29 Prozent auf 6 660,93 Punkte nachgab.

Wegen stark gestiegener Kosten lag der Reingewinn laut Händlern am unteren Ende der Analystenerwartungen. Zudem beinhaltete er einen Buchgewinn aus dem Verkauf des US-Privatkundengeschäfts. Vorstandschef Walter Knabenhans habe zudem von einem "schwierigen Marktumfeld" gesprochen.

"Es hat den Anschein, dass Julius Bär wieder bei den alten Gewohnheiten gelandet ist - gute Erträge, aber höhere Kosten", hieß es bei Merrill Lynch. Nachdem die Züricher Bank von der Credit Suisse einen neuen Vorstandschef abgeworben habe, der im Januar kommen soll, geht Merrill Lynch zudem nicht davon aus, dass Julius Bär zum Verkauf stehe. Vielmehr sehen die Analysten die Bank eher als potenziellen Käufer von Privatbankgeschäften. Sie bestätigten die Aktie, die im Jahresverlauf unter anderem wegen Übernahmespekulationen um 25 Prozent gestiegen ist, mit "Neutral".

Analyst Javier Lodeiro von Sarasin sagte, dass Kerngeschäft Private Banking habe zwar soviel Ertrag generiert wie vom Markt erwartet worden war, doch sei die Aufwandseite aus dem Ruder gelaufen. Er will daher seine Gewinnschätzungen und das derzeitige Kursziel von 88 Franken senken. An der Einschätzung "Neutral" hielt er indes fest.

Auch Smith Barney sprach in einer ersten Stellungnahme von einem schwachen Ergebnis der Zürcher Privatbank. Neben dem geringer als erwartet ausgefallenen Reingewinn strich der US-Broker bei Julius Bär vor allem der schwache Neugeldzufluss im Private Banking hervor.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%