Kapitalbedarf
Stadtmöblierer Wall denkt an Börsengang

Das Berliner Stadtmöblierungsunternehmen Wall AG erwägt, an die Börse zu gehen. "Wir rechnen in den kommenden Jahren mit Investitionen von 500 Mill. Euro", sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Hans Wall, dem Tagesspiegel. Um das dafür benötigte Kapital zu beschaffen, "sind wir auch zu einem Börsengang bereit".

HB BERLIN. Wall ist weltweit in 40 Metropolen präsent - und bald könnten noch deutlich mehr Städte dazu kommen, vor allem in Deutschland: Vielerorts laufen demnächst die Werbeverträge mit anderen Anbietern aus und müssen neu ausgeschrieben werden. Allein bis zum Jahr 2008 geht es um 20 deutsche Großstädte; Wall will sich bei allen bewerben. "Wir sehen da eine riesige Chance", sagte der Unternehmenschef. "Wir stehen am Beginn einer ganz großen Entwicklung."

Wall will sowohl seine Fertigungskapazitäten erhöhen als auch die Zahl der Mitarbeiter steigern, um einen Auftragszuwachs bewältigen zu können. Schon in diesem Jahr könnte eine neue Produktionshalle im Werk Velten bei Berlin gebaut werden. Fünf bis sechs Mill. Euro will das Unternehmen dafür ausgeben. "Wenn der nächste Großauftrag kommt, ist es so weit", sagte Wall. Derzeit liefen entsprechende Gespräche mit der russischen Hauptstadt Moskau, "und die Chancen stehen gut".

Die Belegschaft will Wall in den kommenden drei Jahren mit 400 neuen Mitarbeitern verstärken. 300 davon sollen in Berlin und Brandenburg eingestellt werden. Derzeit hat die Wall AG 600 Beschäftigte. Wall stellt Bushäuschen, City-Toiletten und Werbetafeln her und stellt sie Städten umsonst zur Verfügung. Die Firma finanziert sich über den Verkauf der Werbeflächen.

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