Aktien
Karstadt-Quelle nach Hauptversammlung weiter unter Druck

Die Aktien des angeschlagenen Einzelhandelskonzerns Karstadt-Quelle haben am Tag nach der außerordentlichen Hauptversammlung erneut mit klaren Kursverlusten auf eine weiter unsichere Lage des Unternehmens reagiert. Bis 9.35 Uhr verlor die Aktie 0,72 Prozent auf 9,71 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien des angeschlagenen Einzelhandelskonzerns Karstadt-Quelle haben am Tag nach der außerordentlichen Hauptversammlung erneut mit klaren Kursverlusten auf eine weiter unsichere Lage des Unternehmens reagiert. Bis 9.35 Uhr verlor die Aktie 0,72 Prozent auf 9,71 Euro. Der MDax verbesserte sich gleichzeitig um 0,42 Prozent auf 5 226,04 Punkte.

Analysten reagierten am Dienstag skeptisch und teils besorgt auf die Nachrichten. Die außerordentliche Hauptversammlung hatte am Montag die vom Vorstand gewünschte Kapitalerhöhung von 500 Mill. Euro genehmigt. Da es jedoch rund ein halbes Dutzend beglaubigte Widersprüche gegen die Kapitalerhöhung gibt, könne die Transaktion dennoch scheitern.

"Wir gehen davon aus, dass die Widersprüche bis Freitag zurückgenommen werden", sagte Michael Punzet von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). Falls dies nicht geschehe, sei "die Existenz des Konzerns in Frage gestellt" und die Aktie werde merklich unter Druck geraten.

Unabhängig davon stehe das Unternehmen aber weiter vor großen Problemen, sagte Punzet. Der Umsatzschwund halte an, die Ergebnisprognose für nächstes Jahr sei zurückgenommen worden. "Außerdem kommt der Verkauf der Randaktivitäten nur schleppend voran." Punzet sah die Aktie auch in den kommenden Tagen eher unter Druck. Die Einstufung "Marketperformer" werde aber zunächst beibehalten.

"Die Querelen um den angeschlagenen Warenhauskonzern Karstadt-Quelle wollen kein Ende finden", schrieben die Experten von Helaba Trust. Von der Kapitalerhöhung mache das Bankenkonsortium die Vergabe eine Kredites zur Unternehmenssanierung abhängig. So sei "weiter für Spannung gesorgt".

Auch Analyst Christian Bruns von Sal. Oppenheim zeigte sich angesichts der Widersprüche gegen die Kapitalerhöhung besorgt. Sollten sie Erfolg haben, könnte dies Augabe neuer Aktien verhindern oder zumindest verzögern. "Das hat möglicherweise schlimme Folgen." Zusammen mit der Gewinnwarnung für 2005 und den Verzögerungen bei den Verkäufen ergebe dies kein allzu gutes Gesamtbild. Dies werde Aktie voraussichtlich weiter belasten.

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