Aktien
Karstadt-Quelle trotz schwacher Zahlen sehr fest an MDax-Spitze

Mit Kursgewinnen von knapp vier Prozent hat sich die Aktie von Karstadt-Quelle nach Vorlage der Quartalszahlen am Mittwoch an die Spitze des MDax gesetzt. Bis 10.25 Uhr gewann die Aktie 3,60 Prozent auf 8,91 Euro. Der MDax stieg unterdessen um 0,22 Prozent auf 5 123,45 Zähler.

dpa-afx FRANKFURT. Mit Kursgewinnen von knapp vier Prozent hat sich die Aktie von Karstadt-Quelle nach Vorlage der Quartalszahlen am Mittwoch an die Spitze des MDax gesetzt. Bis 10.25 Uhr gewann die Aktie 3,60 Prozent auf 8,91 Euro. Der MDax stieg unterdessen um 0,22 Prozent auf 5 123,45 Zähler.

Obwohl der tief in der Krise steckende Handelskonzern die Umsatzprognose für das laufende Jahr senkte, lag das Ergebnis Händlern zufolge über den Erwartungen des Marktes. Der laut einem Pressebericht bevorstehende Verkauf der Logistiksparte an die Deutsche Post ist nach Meinung eines Händlers nicht relevant. Er verwies darauf, dass die Aktie am Vortag stark gefallen war und sich nun erhole.

Analyst Volker Herget von der Bankgesellschaft Berlin wies darauf hin, dass die Verkaufspläne an die Deutsche Post bekannt und für Karstadt "nicht entscheidend" seien. "Wichtig ist, was im Warenhausbereich passiert. Entscheidend ist, dass die Punkte des Restrukturierungsprogramms planmäßig umgesetzt werden und die Finanzierung dafür steht", sagte Herget.

Die Analysten von HVB Equitiy Research nannten die Zahlen "schwach" und hoben hervor, dass das Ergebnis zwar schlechter ausgefallen sei als im Vorjahr, aber dennoch über den Erwartungen des Marktes liege. Angesichts der schwachen operativen Entwicklung und der Unsicherheit hinsichtlich des Restrukturierungsprogramms behalten die Experten ihre "Underperform"-Einstufung bei und senkten die Umsatz- und Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr. Die Analysten von Merrill Lynch bekräftigten ihre "Sell"-Einstufung.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bestätigte die hingegen ihre "Marketperformer"-Empfehlung. Die Zahlen zum dritten Quartal hätten laut Analyst Christian Schindler über den Prognosen der LRP und den Markterwartungen gelegen. Wie erwartet seien die Planungen reduziert worden, die Umsatzerosion sehe die LRP aber mit Sorge.

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