Kaum Übernahmen durch Netzbetreiber zu erwarten – Analysten bewerten Branchenkonsolidierung unterschiedlich: Fusionsphantasie treibt Mobilfunkaktien

Kaum Übernahmen durch Netzbetreiber zu erwarten – Analysten bewerten Branchenkonsolidierung unterschiedlich
Fusionsphantasie treibt Mobilfunkaktien

Seit sich AT&T Wireless in den USA erfolgreich zum Kauf angeboten hat, grassiert auch unter den großen europäischen Mobilfunkunternehmen das Übernahmefieber. Erst vor wenigen Tagen versuchte der niederländische Telekomkonzern KPN erneut, friedlich mit dem britischen Anbieter MMO2 zu fusionieren. Anleger, die von der Konsolidierung profitieren wollen, haben es dennoch schwer. Denn viele Aktien sind bereits recht hoch bewertet. Und echte Bieterschlachten, die die Kurse in die Höhe schießen lassen, sind kaum zu erwarten.

DÜSSELDORF. Nach den mitunter teuren Einkaufstouren und der damit verbundenen Verschuldung der letzten Jahre sind die Netzbetreiber vorsichtig geworden. Während in anderen Branchen feindliche Übernahmen wieder auf der Tagesordnung stehen und die Aktionäre auf saftige Prämien spekulieren, siegt bei den großen Mobilfunkern immer häufiger die Vernunft.

So zog Vodafone das Kaufangebot für den drittgrößten amerikanischen Netzbetreiber AT&T zurück, als die „magische Grenze“ von 40 Mrd. US-Dollar überschritten wurde. Die niederländische KPN schreckt, nachdem MMO2 die friedliche Offerte abgelehnt hat, vor einer feindlichen Übernahme zurück. Und dass, obwohl die Holländer schon seit Jahren mit Briten zusammen gehen wollen – vor allem um die beiden deutschen Töchter E-Plus (KPN) und O2 (MMO2) zu verschmelzen.

Werteten Börsianer den Rückzug von Vodafone noch positiv – die Aktie legte binnen weniger Stunden um über 15 % zu – kritisieren sie die Zurückhaltung der Niederländer. „Größe ist bestimmt nicht alles“, sagt Holger Bosse, Analyst bei Helaba. Dennoch: Nur gemeinsam könnten O2 und E-Plus sich langfristig auf dem wichtigen deutschen Markt gegen Vodafone und die Telekom, die zusammen rund 80 % sämtlicher Handybesitzer zu ihren Kunden zählen, behaupten.

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