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Kein Anzeichen für grundlegende Entspannung an Ölmarkt; Deutsche Bank

An den internationalen Ölmärkten zeichnet sich nach Einschätzung der Deutschen Bank keine grundlegende Entspannung ab.

dpa-afx FRANKFURT. An den internationalen Ölmärkten zeichnet sich nach Einschätzung der Deutschen Bank keine grundlegende Entspannung ab. "Der Angebots- und Nachfrageausblick für die zweite Jahreshälfte 2005 lässt nicht darauf schließen, dass die Ölpreise allein aufgrund der fundamentalen Faktoren sinken werden", heißt es in einer am Freitag in Frankfurt veröffentlichten Studie. Verbraucher, Produzenten und Investoren sollten sich auch für 2006 eher auf Ölpreise von 54,7 Dollar je Barrel einrichten. Die Expertenprognosen seien in der Regel viel zu niedrig.

Trotz des Risikos einer deutlicheren Verlangsamung der Konjunktur in Asien in Folge einer Abschwächung in der US-Industrie werde am Optionsmarkt für Rohöl zunehmend das Risiko eingearbeitet, dass es bis zum Jahresende zu einem Ölpreisschub komme, heißt es in der Analyse. Die Wahrscheinlichkeit für ein Auslaufen des WTI-Dezember-2005-Kontrakts bei einem Preis von über 75 Dollar je Barrel sei am Optionsmarkt seit Jahresbeginn relativ stetig von fünf Prozent auf derzeit gut 21 Prozent angestiegen.

Die Fundamentaldaten blieben weiter ungünstig für den Ölmarkt. So tendierten die Ölpreise weiterhin aufwärts, obwohl die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) erst jüngst eine Förderquotenanhebung um 500 000 Barrel je Tag beschlossen haben und es Anzeichen dafür gebe, dass die globale Ölnachfrage in diesem Jahr schwächer steigen könnte als 2004. Unzureichende Raffineriekapazitäten geben den Märkten weiterhin Anlass zur Besorgnis.

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