Kerngeschäft der Airline soll auch künftig die Kurzstrecke sein
DBA denkt an Börsengang

Die im innerdeutschen Verkehr zweitgrößte Airline, die Münchener DBA Luftfahrtgesellschaft mbH, will ihre weitere Expansion über die Börse finanzieren.

HB MÜNCHEN. „Es war ein Glücksfall, dass wir durch die Übernahme von Gexx unserer Streckennetz verdoppeln konnten“, sagte DBA-Aufsichtsratsvorsitzender und Mitgesellschafter Hans Rudolf Wöhrl am Montag in einem Interview. Für gewöhnlich ergäben sich nämlich Anlaufkosten von 5 bis 10 Mill. Euro je neuer Strecke. Auch die Mitbewerber Ryanair und Easyjet hätten die Expansion aus den Einnahmen ihrer Börsengänge finanziert.

Im Geschäftsjahr 2006/07 „soll die Airline in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden“, kündigte Wöhrl an. So sollen die rechtlichen Voraussetzungen für einen Gang aufs Parkett geschaffen und alle Optionen offen gehalten werden. Ob die Umwandlung von einer GmbH in eine AG zum Ende des Geschäftsjahres am 31. März 2007 erfolgt oder ob ein Rumpfgeschäftsjahr eingeführt wird, stehe noch nicht fest.

Zur Expansionsstrategie gehört auch eine deutliche Erweiterung der Flotte. Die DBA hatte am Montagmorgen angekündigt, bei Boeing 40 Maschinen vom Typ 737 kaufen zu wollen. „Das Sell-and-lease-back-Verfahren wird für eine Reihe von Maschinen eine Finanzierungsoption sein. Das halte ich auch für vernünftig“, sagte Wöhrl. Die Pläne zur Ausweitung des Streckennetzes im DBA-Management seien aber sehr dynamisch. „Ich bin ja da schon fast der Bremser“, sagte Wöhrl zur Notwendigkeit, die Eigenkapitalstruktur durch einen Gang aufs Parkett zu stärken.

Die DBA will die Zahl der beförderten Passagiere von erwarteten 4,3 Millionen im laufenden Geschäftsjahr auf 10 Millionen 2010 steigern

.

Die Entscheidung für Boeing anstelle von Airbus, mit denen die DBA zwei Jahre lang parallel verhandelt hatte, nannte Wöhrl nicht nur eine „Entscheidung über den Preis“. Am Ende hätten beide Flugzeugbauer finanziell gleichauf gelegen. Für Boeing als Lieferant der zu erneuernden Flotte hätten die Erfahrungen der Airline mit dem Flugzeugtyp gesprochen. Zudem habe es sich auch um eine strategische Entscheidung gehandelt.

Kerngeschäft der DBA soll auch künftig die Kurzstrecke mit Zielen sein, die bis zu 1,5 Flugstunden entfernt sind. Und in diesem Bereich sind die 737 des US- Herstellers leichter und darum kostengünstiger auch bei den Flughafengebühren. Die Ersparnis beim Einsatz von Boeing gegenüber Airbus bezifferte Wöhrl auf ein bis zwei Mill. Dollar im Jahr pro Maschine.

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