Klimaschutz wird für Anleger immer wichtiger
Investoren verlangen Klarheit beim Klima

Anleger sind stets daran interessiert zu wissen, was ein Unternehmen mit ihrem Geld anstellt. Seit einiger Zeit möchten immer mehr Aktionäre erfahren, ob mit ihrem Geld umweltzerstörende Unternehmensbereiche finanziert werden. Ein internationales Bündnis aus Banken, Versicherungen und Pensionsfonds hat sich in einem einzigartigen Projekt die Aufgabe gestellt, die Unternehmen über Klimastrategien und -risiken zu befragen.

HB BRÜSSEL. Ein internationales Bündnis aus Banken, Versicherern und Pensionsfonds mit einem Anlagekapital von mehr als 10 Bill. Dollar hat von den 500 größten börsennotierten Konzernen der Welt verlangt, ihre Klimarisiken und -stategien offen zu legen. Die Zahl der im „Carbon Disclosure Projekt“ (CDP) mit Sitz in London verbundenen institutionellen Anleger hat sich innerhalb eines Jahres von 35 auf 95 Institute fast verdreifacht.

Das zeigt, dass sich inzwischen auch konventionelle Investoren ernsthaft mit den strategischen und finanziellen Konsequenzen des Klimawandels auseinander setzen. „Der Klimawandel kann den Aktienwert positiv und negativ beeinflussen. Der Markt braucht Informationen, um das beurteilen und bewerten zu können“, begründet CDP-Vorsitzender James Cameron die Befragung.

Das Projekt will die Entwicklung einer allgemeingültigen Methode zur Emissions-Messung unterstützten und ihre Integration in eine generelle Investmentanalyse erleichtern. Es ist laut Branchenexperten die weltweit größte Investor-Initiative, die Unter-nehmen zu verantwortungsvollem Verhalten auffordert. Beteiligt sind unter anderem die Commerzbank, die Münchener Rück und die WestLB sowie die niederländischen Institute ABN Amro und ING, die französische BNP Paribas, der weltgrößte US-Pensionsfonds Calvert, die Swiss Re und die britische HSCB.

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