Klöco
Keine Angst vor schwacher Börse

Der Duisburger Stahlhändler Klöckner & Co. (Klöco) hält trotz des unsicheren Kapitalmarktumfelds an seinen Börsenplänen fest. Finanzkreise erwarten Preisspanne von 20 bis 24 Euro.

mjh FRANKFURT. „Die Situation am Markt ist zwar ausschlaggebend für das Gelingen einer Erstemission, als Grundvoraussetzung muss das Unternehmen aber gesund und profitabel sein“, sagte Vorstandschef Thomas Ludwig.

Klöco will frühestens am 28. Juni an die Börse gehen. Wie viele Aktien platziert werden, hänge von der Resonanz der Roadshow ab, sagte Ludwig. UBS, Deutsche Bank und JP Morgan begleiten den Börsengang. Nach Angaben aus Finanzkreisen strebt Klöco einen Emissionserlös von rund 500 Mill. Euro an. Ein Fünftel davon stammt aus einer Kapitalerhöhung. Der Rest fließt an den bisherigen Eigentümer Lindsay Goldberg & Bessemer (LGB). Der US-Finanzinvestor hatte Klöco 2005 für 320 Mill. Euro inklusive 800 Mill. Schulden von der WestLB gekauft. LGB will nach dem Börsengang noch knapp die Hälfte der Aktien halten.

Börsenexperten taxieren den Unternehmenswert auf 1,7 Mrd. Euro. Basis dafür bildet ein durchschnittliches Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in den Jahren 2004 bis 2006 von 300 Mill. Euro. Da vergleichbare Unternehmen in Europa derzeit mit dem 6,4-fachen Ebitda bewertet sind, hoffe LGB, einen Preis zwischen 20 und 24 Euro je Klöco-Akie zu erzielen, hieß es.

Vorstandschef Ludwig strebt für die nächsten Jahre ein Wachstum von fünf Prozent an, zu dem Zukäufe etwa die Hälfte beisteuern sollen. 2005 lag der Umsatz bei fast fünf Mrd. Euro. Zugleich soll die Ebitda-Marge von aktuell vier auf sechs Prozent steigen. „Wir wollen 30 bis 40 Prozent des Gewinns ausschütten“, sagte Finanzchef Gisbert Rühl und versprach eine überdurchschnittlich hohe Dividendenrendite von 3,5 Prozent. Klöco sieht sich als Kandidat für den M-Dax.

Anzeichen für eine Abschwächung der Nachfrage sieht der Vorstand derzeit nicht. Vielmehr will KlöCo von der aktuellen Fusionswelle in der Stahlbranche profitieren. Diese werde sich zeitversetzt bei den Stahlhändlern fortsetzen.

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