Aktien
Koenig & Bauer schwach - noch immer in den roten Zahlen

Nach durchwachsen ausgefallenen Geschäftszahlen haben Koenig & Bauer-Aktien im frühen Freitagshandel Verluste verzeichnet. Der Druckmaschinenhersteller hatte im ersten Halbjahr 2004 seinen Auftragseingang zwar deutlich gesteigert, blieb aber weiterhin in den roten Zahlen. "Der Umsatz fiel positiv aus, Ebit und EAT stecken jedoch tiefer in der Verlustzone als erhofft", sagte ein Händler.

dpa-afx FRANKFURT. Nach durchwachsen ausgefallenen Geschäftszahlen haben Koenig & Bauer-Aktien im frühen Freitagshandel Verluste verzeichnet. Der Druckmaschinenhersteller hatte im ersten Halbjahr 2004 seinen Auftragseingang zwar deutlich gesteigert, blieb aber weiterhin in den roten Zahlen. "Der Umsatz fiel positiv aus, Ebit und EAT stecken jedoch tiefer in der Verlustzone als erhofft", sagte ein Händler.

Das Papier verlor um 9.25 Uhr 2,00 % auf 14,70 €, während der Mdax 0,68 % auf 4 721,27 Punkte sank.

Marktteilnehmer zeigten sich nur vorsichtig positiv. Erfreulich sei, dass der Druckmaschinenhersteller die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt habe, in die Gewinnzone zurückkehren zu wollen. Nichtsdestotrotz sei dies "schwer zu realisieren", sagte ein Händler. Zudem sehe das charttechnische Bild "furchtbar" aus.

Die Ertragserwartungen konnten nicht erfüllt werden, hieß es auch von der enttäuschten Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). "Hier schlugen die Kosten für die Fachmesse drupa als auch die zu schwachen Konditionen angenommenen Aufträge in 2003 negativ zu Buche", sagte Analyst Michael Punzet. Er senkte das Kursziel von 21 auf 18 € und verwies auf die verhaltene Stimmung am Gesamtmarkt wegen des hohen Ölpreises und wegen Terrorängsten. Auch die "gedämpfte Gewinndynamik" im ersten Halbjahr müsse berücksichtigt werden, sagte der Analyst weiter. Er bestätigte die Einstufung "Marketperformer".

Ebenfalls kritisch äußerte sich Analyst Stephan Gscheidlen von der Baden-Württembergischen Bank. "Mit den Erträgen hapert es ein bisschen", sagte er. Gleichzeitig verwies er jedoch darauf, dass das Gesamtjahresergebnis entscheidend sein werde. Die Halbjahreszahlen seien wegen der drupa-Kosten nicht so bedeutend. Das Ziel lediglich einer Rückkehr in die schwarzen Zahlen sei enttäuschend, sagte Gscheidlen.

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