Konjunkturskepsis: Anleger machen Bogen um Stahl

Konjunkturskepsis
Anleger machen Bogen um Stahl

Abwärtstrend in der Stahlbranche: Anleger sind pessimistisch gestimmt und trennen sich von Titeln des Metallverarbeitungssektors. Das hängt auch mit dem Preisdruck auf Stahl zusammen.
  • 0

FrankfurtKonjunkturskeptische Anleger haben sich am Freitag von Stahlwerten getrennt und so dafür gesorgt, dass die Titel deutlich stärker als der Gesamtmarkt verloren haben.

Nach einer Kurszielsenkung der Commerzbank fielen die Aktien von Klöckner & Co um knapp drei Prozent auf 9,42 Euro und waren damit größter Verlierer im MDax. Analyst Ingo-Martin Schachel hat ein Kursziel von 9,00 Euro gesetzt. Angesichts des schwachen Jahresauftakts und der weltweit eingetrübten Konjunkturperspektiven sei nicht länger davon auszugehen, dass die Früchte des Restrukturierungsprogramms die übliche saisonale Schwäche mehr als ausgleichen können, schrieb Schachel. Seine Anlageempfehlung erhöhte er dennoch auf "hold" von zuvor "reduce".

Die Titel von Salzgitter verloren ebenfalls im MDax zwei Prozent auf 29,98 Euro. Hier senkte Schachel seine Gewinnprognose für 2013 (vor Steuern) auf sechs Millionen von ursprünglich 42 Millionen Euro. Dies hänge teilweise mit dem Preisdruck bei Stahl und den eingetrübten Konjunkturperspektiven zusammen. Zudem seien mögliche Umsätze durch das Pipeline-Projekt South Stream nun wohl frühestens 2014 zu erwarten, schrieb Schachel. Außerdem werde Aurubis - an denen Salzgitter zu 25 Prozent beteiligt ist - wohl weniger zum Gewinn beisteuern als bislang geschätzt. Die Aktien der Kupferhütte verloren 1,8 Prozent.

Dem Abwärtstrend im Sektor konnten sich auch die Titel von ThyssenKrupp nicht entziehen. Im Dax zählten sie mit einem Abschlag von 2,4 Prozent auf 13,89 Euro zu den größten Verlierern. Die Commerzbank empfiehlt diese Titel zum Kauf und hält ein Kursziel von 18 Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Konjunkturskepsis: Anleger machen Bogen um Stahl"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%