Konsortialführer ING: Größeres Interesse im Ausland
Miese Stimmung für X-Fab in Deutschland

Der Börsenkandidat X-Fab ist am Donnerstagmorgen im Handel per Erscheinen unter die offizielle Bookbuilding-Spanne gerutscht. Interesse für das Papier sei kaum noch vorhanden, die Umsätze seien sehr dünn, berichten Händler.

HB FRANKFURT. "Die Stimmung für X-Fab ist mies", konstatiert ein Teilnehmer. Darüber hinaus habe sich die Stimmung im Dax deutlich verschlechtert, so dass das Marktumfeld für Börsengänge derzeit ziemlich schlecht sei. Derzeit wird X-Fab in einer Spanne zwischen 9,85 und 10,15 Euro gehandelt. Die Bookbuildingsspanne liegt zwischen 10 und 14 Euro.

X-Fab Semiconductors Foundries will die Bookbuilding-Spanne ungeachtet der rückläufigen Taxe im Pre-IPO-Handel nicht senken. „Die Preisspanne bleibt bei 10,00 zu 14,00 EUR“, sagt ein Unternehmenssprecher.

Auf größeres Interesse als in Deutschland stößt die Emission des Halbleiterproduzenten X-Fab Semiconductor Foundries. Dies verlautete aus Kreisen des Konsortialführerers ING Investment Banking. „Es läuft so gut wie erwartet“, sagt Xavier Moreels, der bei ING für den Börsengang verantwortlich ist. Nach New York und Boston war das Management am Mittwoch in London auf Roadshow. Auf Kritik von deutschen Aktionärsschützer, dass institutionelle Anleger im Vorfeld mit Analystenstudien bevorzugt behandelt wurden, reagierte er gelassen. Der Erfolg der Emission sei im Gegensatz zu publikumswirksamen Börsengängen wie der belgischen Telefongesellschaft Belgacom oder der Postbank vor allem von institutionellen Investoren abhängig und nicht von Privatanlegern.

Noch immer sorgt die Bewertung von X-Fab unter Investoren für Diskussionen. Während deutsche Fondsmanager einen Unternehmenswert von 150 Mill. Euro für angemessen halten – damit wäre die Aktie zum 1,4-fachen den Umsatzes von 2003 bewertet – hält X-Fab selbst an der Bewertungsspanne von 306 bis 429 Mill. Euro fest. Das entspricht dem 2,7 bis 3,8-fachen des letzten Jahresumsatzes. Bei ING verweist man auf die hohen Wachstumsaussichten. Nach Analystenstudien soll der Umsatz 2004 bis auf knapp 150 Mill. Euro ansteigen. Zum Vergleich: Beim Halbleiter-Unternehmen Siltronic, das nach X-Fab an die Börse drängt, war zuletzt von Bewertungen bis zum 2,3-fachen des letzten Jahresumsatzes die Rede.

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