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Konvergenzländer sind Euroeinführung näher gekommen - LBBW

Die mittel- und osteuropäischen Länder sind nach Einschätzung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) der Einführung des Euro im laufenden Jahr im Vergleich zu 2004 näher gekommen.

dpa-afx STUTTGART. Die mittel- und osteuropäischen Länder sind nach Einschätzung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) der Einführung des Euro im laufenden Jahr im Vergleich zu 2004 näher gekommen. Insbesondere die EU-Beitrittskandidaten hätten im abgelaufenen Jahr ein dynamisches Wachstum verzeichnet, hieß es in einer am Freitag in Stuttgart veröffentlichten Studie. Ausdruck dieser erfreulichen Entwicklung sei das insgesamt höhere Konvergenzniveau auf den hinteren Plätzen des von der LBBW ermittelten Konvergenzindex.

Bulgarien und Rumänien hätten zum EU-Niveau deutlich aufholen können, hieß es weiter. Trotzdem bleibe Rumänien auf dem zweitletzten Platz. Das relativ schlechte Abschneiden des Landes sei weniger auf makroökonomische als auf institutionelle Faktoren zurückzuführen. Die von der Weltbank ermittelten Governance-Indikatoren (Demokratie, politische Stabilität, Verwaltungseffizienz, staatliche Regulierung, Rechtssicherheit) seien die Achillesferse Rumäniens. Die Experten verwiesen auf die noch verbreitete Korruption und das schlecht ausgebaute Justizwesen.

Ungarn Verlor Zweiten Rang - Estland Gewinnt Zwei PLÄTZE

Vor allem die baltischen Staaten und die Slowakei hätten sich dem Niveau der EU-15 deutlich angenähert, hieß es in der Studie weiter. Estland habe sich um zwei Plätze auf den dritten Rang verbessern können. Ein Haushaltsüberschuss von 1,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und ein öffentlicher Schuldenstand von 4,9 Prozent des BIP erklärten die gute Platzierung des Landes.

Ungarn habe hingegen seinen zweiten Rang verloren und liege jetzt hinter Tschechien und Estland auf Platz vier. Die schlechte Haushaltslage, das Leistungsbilanzdefizit und das höchste Zinsniveau der Europäischen Union (EU) drückten auf das Ergebnis Ungarns.

TÜRkei Deutlich Abgeschlagen AUF Letztem Platz

Neu aufgenommen in die Untersuchung haben die Experten die EU-Beitrittskandidaten Kroatien und Türkei. Kroatien habe sich aufgrund seiner relativ guten fundamentalen Verfassung bereits an Bulgarien und Rumänien vorbei geschoben. Die Türkei sei hingegen deutlich abgeschlagen auf dem letzten Platz gelandet. Belastend hätten sich vor allem die hohe Verschuldung und das schlechte Abschneiden bei den Governance-Indikatoren ausgewirkt.

Die LBBW definiert den Konvergenzbegriff als das Ausmaß der politischen, wirtschaftlichen und institutionellen Annäherung an die Standards der alten EU 15-Mitgliedsländer. Der Konvergenzindex 2005 berücksichtigt weitgehend Jahresenddaten 2004, was den Experten zufolge auch die größere Verschiebung in der Rangfolge zum Vorjahr erklärt. Die LBBW hatte den Index in 2001 eingeführt.

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