Konzernumbau
Carrefour bringt Discount-Tochter an die Börse

Die spanische Supermarkt-Kette Dia hat in Madrid ihr Börsendebüt gefeiert - und beschert Mutterkonzern Carrefour Einnahmen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro. Für die Anleger verlief die Premiere enttäuschend.
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Madrid/ParisDer französische Einzelhandelsriese Carrefour hat im Rahmen seines Konzernumbaus die spanische Supermarkt-Tochter Dia an die Börse gebracht. Dabei nahm das Unternehmen 2,3 Milliarden Euro ein. Das Debüt der Dia-Aktie in Madrid verlief am Dienstag allerdings enttäuschend. Bis zum frühen Nachmittag gab der Kurs des weltweit drittgrößten Einzelhandelsdiscounters nach Aldi und Lidl um fast vier Prozent auf 3,36 Euro nach und damit deutlich stärker als der Markt. Branchenexperten zufolge dürften einige Anleger aus Furcht vor den Folgen der Wirtschaftsschwäche in Spanien für Dia abgesprungen sein. Stattdessen hätten sie beim globaler aufgestellten Carrefour-Konzern zugegriffen. Die Carrefour-Aktie legte in Paris gegen den Trend rund fünf Prozent zu. 

Carrefour befindet sich mitten in einer Neuausrichtung. Dem weltweiten Branchenzweiten nach US-Marktführer Wal-Mart setzt der harte Wettbewerb auf dem Heimatmarkt und in Südeuropa zu. Zudem schwächeln die Umsätze der besonders großen Einkaufszentren. Der Konzern versucht mit einer Expansion in boomenden Schwellenländern wie etwa Brasilien gegenzusteuern. Seit Herbst verschreckte Carrefour aber seine Anleger mit drei Gewinnwarnungen. Zudem üben die Großaktionäre Colony Capital und Groupe Arnault, eine Investmentholding unter Führung des Unternehmers Bernard Arnault, Druck auf die Carrefour-Führung aus, endlich die Wende zu schaffen und den Aktien-Kurs zu stärken.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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