Korea
Trübe Aussichten belasten Technologie-Riesen

Die Dividendenpapiere des Chipherstellers Hynix Semiconductor sind um 6,1 Prozent eingebrochen. Ursache sind schlechte Gewinnaussichten. Die machen auch dem Elektronikkonzern Samsung zu schaffen.
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SeoulTrübe Gewinnaussichten haben den Aktien der beiden führenden koreanischen Technologieunternehmen zugesetzt. Die Anteilsscheine des Elektronikkonzerns Samsung fielen am Freitag an der Börse in Südkorea um 3,4 Prozent. Auch der weltweit zweitgrößte Speicherchiphersteller Hynix Semiconductor kam unter Druck, die Dividendenpapiere brachen sogar um 6,1 Prozent ein.

Die US-Bank Morgan Stanley zählte nach Daten der Börse zu den größten Verkäufern von Samsung-Anteilsscheinen. „Der Aktienmarkt ist derzeit wegen der jüngsten negativen Konjunkturentwicklung insgesamt hysterisch. Der Appetit auf riskantere Werte lässt sehr schnell nach“, sagte Chung Yun Sik von ING Investment Management. Die Technologiebranche sei am stärksten betroffen, weil sich die Gewinnaussichten hier weiter verschlechterten.

Die Preise für Speicherchips sinken nach Händlerangaben trotz der Markterwartungen eines Aufschwungs in diesem Quartal. Seit Mitte Februar ist der US-Philadelphia-Halbleiter-Index um 16 Prozent eingebrochen. Von Reuters befragte Analysten erwarten bei Samsung Electronics im Durchschnitt einen Betriebsgewinn für das zweite Quartal von rund vier Billionen Won (rund 2,6 Milliarden Euro) nach fünf Billionen Won im gleichen Vorjahreszeitraum. Analysten sagten, dass sie ihre Gewinnprognosen weiter heruntergeschraubt hätten. „Wir haben vor kurzem unsere Schätzung für den Betriebsgewinn für Samsung auf 3,6 Billionen Won abgesenkt“, sagte Seong-hye, Analyst bei Hynudai Securities.

Hynix-Aktien kamen unter die Räder, nachdem der Broker Korea Investment & Securities sein Kursziel für die kommenden zwölf Monate reduziert hatte. Zudem machten dem Konzern enttäuschende Gewinnschätzungen von Analysten zu schaffen. Am Donnerstag hatte der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion erneut seinen Ausblick gesenkt und Investoren schockiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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