Korruptionsskandal
Soros schmeißt Petrobras aus dem Depot

Wer er eine Aktie verkauft, dann ist das meist kein gutes Omen. Jetzt hat Großinvestor George Soros sich von seinen Anteilen am brasilianischen Ölkonzern Petrobras getrennt.
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Der bekannte Großinvestor George Soros hat offenbar seinen Anteil am brasilianischen Ölkonzern Petrobras verkauft, der in den größten Korruptionsskandal des Landes verstrickt ist. Das berichtet die brasilianische Zeitung „O Estado de S.Paulo“, die sich auf ein Dokument beruft, das der US-Börsenaufsicht SEC zugeschickt wurde. Demnach hat Soros seine Beteiligung im ersten Quartal veräußert. Soros äußerte sich dazu nicht.

Am Freitag sackte die Petrobas-Aktie an der Börse Sao Paulo um deutliche 1,7 Prozent ab. „Wenn Soros einen Firmenanteil verkauft, was darauf hindeutet, dass er für das Unternehmen keine guten Erwartungen hat, ist das ein sehr negatives Signal“, kommentiert Analyst Paulo Amantea vom Broker H.H. Picchioni aus Brasilien.

Nachdem der Investor mit Milliardenvermögen seinen Anteil an Petrobas im Herbst 2014 noch erhöht hatte, begann er bereits Ende 2014 zur reduzieren, wie Medien in Brasilien berichteten. Der staatlich kontrollierte Ölkonzern sorgte für den wahrscheinlich größten Korruptionsskandal der brasilianischen Geschichte. Manager des staatlich kontrollierten Ölkonzerns Petrobras sollen fast zehn Jahre lang mit Zulieferern überhöhte Preise für den Bau von Raffinerien und andere Lieferungen vereinbart und dafür massive Bestechungsgelder kassiert haben.

Ein Großteil der Gelder wurde Ermittlungen der Justiz zufolge an schwarze Kassen der regierenden Arbeiterpartei PT und an fünfzig Politiker, vornehmlich Angehörige der Regierungskoalition, weitergeleitet. Drei Petrobras-Manager sowie zwei Dutzend Führungskräfte der größten Baukonzerne Brasiliens waren Ende 2014 verhaftet worden.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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