Kreisen zufolge
Banken machen früher Schluss mit Facebook-Aktien

Trotz jüngster Bedenken und Zweifel am angestrebten Umsatzwachstum ist die Facebook-Aktie offenbar stark überzeichnet. Kreisen zufolge werden daher schon einen Tag früher keine Aufträge mehr für die Papiere angenommen.
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New YorkDas Interesse an Facebook-Aktien ist nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg doch größer als zuletzt erwartet. Bereits am Dienstag nach Handelsschluss und damit einen Tag früher als gedacht, würden die Banken keine Aufträge mehr für Aktien des Internet-Unternehmens mehr annehmen, hieß es am Montag unter Berufung auf informierte Personen. Der Börsengang selbst wird für Ende dieser Woche erwartet.

Der Fernsehsender CNBC berichtete jüngst, dass der Börsengang so überzeichnet sei, dass Facebook sogar die Preisspanne anheben könnte. Bisher liegt sie bei 28 bis 35 Dollar pro Aktie. Mit dem aktuell möglichen Höchstpreis würden die Einnahmen der Aktienplatzierung bei 11,8 Milliarden Dollar liegen und das gesamte Unternehmen mit 96 Milliarden Dollar (74 Milliarden Euro) bewertet werden.

Zuvor hatte es Bedenken gegeben: Facebook hatte am Mittwoch in einer neuen Version des Börsenprospekts eine Schwäche seines bisherigen Geschäftsmodells eingeräumt. Die vielen Nutzer, die von Smartphones und Tablet-Computern auf das weltgrößte Online-Netzwerk zugreifen, bringen demnach vergleichsweise wenig Umsatz. Dabei nutzen inzwischen 488 Millionen der insgesamt 901 Millionen Mitglieder Facebook von mobilen Geräten aus.

Diese Warnung habe einige Investoren abgeschreckt, hatte Bloomberg in der vergangenen Woche berichtet. Bei der laufenden Werbetour für den Börsengang weise Facebook Analysten auch darauf hin, dass ihre optimistischen Erwartungen zum Umsatzwachstum verfehlt werden könnten, hieß es.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Haben die Leute nichts von der damaligen Internetblase gelernt, die zerplatzt ist? Auch in diesem Fall wird Facebook gepusht, die Aktien schnell unters Volk gebracht und von ganz oben abgestoßen, sobald der Kurs durch eine inszenierte Nachfrage künstlich hochgepeitscht wurde. Was übrig bleibt, ist ein Topf voll Gold. Allerdings nicht für die naiven Kleinaktionäre, denen man rät, die Aktien langfristig zu halten. Die werden dabei zuschauen, wie der Kurs Jahr für Jahr in Richtung Keller geht. Wie damals, bei Yahoo und allen anderen „Raketen“, die als Rohrkrepierer abgestützt sind.

    Yahoo (Höchstwert Anfang 2000): 119,55 Euro
    Yahoo (Wert vom 24. April 2012): 11,67 Euro

    Na, wenn das kein tolles Geschäft ist. Niemand muss Hirn besitzen, um zu sehen, dass sich diese Masche auch bei Facebook wiederholen wird. Fast wie bei einem Strukturvertrieb: Verdienen werden nur die Initiatoren, die ganz oben auf der Pyramide stehen und von dort ihr Spiel beginnen. Die Dummen, die weiter unten stehen, werden ihr Geld verlieren, weil sie nicht den vereinbarten Zeitpunkt von oben kennen, um rechtzeitig das Spiel zu beenden.

    Facebook? Nein, danke.

  • Haben die Leute nichts von der damaligen Internetblase gelernt, die zerplatzt ist? Auch in diesem Fall wird Facebook gepusht, die Aktien schnell unters Volk gebracht und von ganz oben abgestoßen, sobald der Kurs durch eine inszenierte Nachfrage künstlich hochgepeitscht wurde. Was übrig bleibt, ist ein Topf voll Gold. Allerdings nicht für die naiven Kleinaktionäre, denen man rät, die Aktien langfristig zu halten. Die werden dabei zuschauen, wie der Kurs Jahr für Jahr in Richtung Keller geht. Wie damals, bei Yahoo und allen anderen „Raketen“, die als Rohrkrepierer abgestützt sind.

    Yahoo (Höchstwert Anfang 2000): 119,55 Euro
    Yahoo (Wert vom 24. April 2012): 11,67 Euro

    Na, wenn das kein tolles Geschäft ist. Niemand muss Hirn besitzen, um zu sehen, dass sich diese Masche auch bei Facebook wiederholen wird. Fast wie bei einem Strukturvertrieb: Verdienen werden nur die Initiatoren, die ganz oben auf der Pyramide stehen und von dort ihr Spiel beginnen. Die Dummen, die weiter unten stehen, werden ihr Geld verlieren, weil sie nicht den vereinbarten Zeitpunkt von oben kennen, um rechtzeitig das Spiel zu beenden.

    Facebook? Nein, danke.

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