K+S wandert in den MDax: ProSieben steigt vor Ostern in den Dax auf

K+S wandert in den MDax
ProSieben steigt vor Ostern in den Dax auf

Drei Jahre lang blieben die Dax-Mitglieder gleich. Im September kam Vonovia – und nun ProSiebenSat1: Das Medienunternehmen schafft den Sprung in den Leitindex. Auch auf den MDax kommen Änderungen zu.

EschbornBereits seit zwei Jahren erwartet, ist es nun so weit: Das Medienunternehmen ProSiebenSat.1 steigt noch vor Ostern in die erste Börsenliga auf. Es wird im Dax die Aktien des Salz- und Düngerherstellers K+S ersetzen, die ihrerseits in den MDax absteigen werden.

K+S werden seit 2008 im wichtigsten deutschen Börsenbarometer gelistet. Der Wechsel werde am Freitag (18. März) nach Handelsschluss vorgenommen und zum Montag (21. März) wirksam, teilte die Deutsche Börse am Donnerstagabend in Eschborn mit. Die Veränderung wird zum 21. März wirksam.

ProSiebenSat1 betreibt die Fernsehsender Sat.1, ProSieben, Kabel Eins, Sixx, Sat.1 Gold und ProSieben Maxx. Der Konzern hat seinen Sitz in Unterföhring bei München und beschäftigt rund 4800 Mitarbeiter.

"Wir sehen den Aufstieg als Würdigung unserer Arbeit der vergangenen Jahre und als Ansporn, unsere diversifizierte Wachstumsstrategie in Zukunft erfolgreich weiter zu verfolgen", erklärte der Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns, Thomas Ebeling. ProSiebenSat1 steigerte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 13,4 Prozent auf 3,26 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen stieg demnach um 9,2 Prozent auf 925,5 Millionen Euro.

Es ist die zweite Veränderung im Dax innerhalb von sechs Monaten. Im September stieg die Immobilienfirma Vonovia auf. Davor blieb der Dax drei Jahre lang unverändert. Nur Anfang der 90er Jahre bewegte sich in der ersten Börsenliga über einen noch längeren Zeitraum nichts.

Mit ProSieben und Vonovia wird der Dax bunter. Dennoch prägen weiter Industrieunternehmen den Index. Neben BMW, Daimler und Volkswagen gehört Siemens zum Kreis derjenigen, die seit Einführung des Dax am 01. Juli 1988 ununterbrochen Bestandteil sind. Die Zusammensetzung wird regelmäßig überprüft. Kriterien sind etwa der Börsenumsatz und die Marktkapitalisierung.

Zwei Neue im MDax

Zum Absteiger K+S gesellen sich im Nebenwerteindex MDax der Möbelhändler Steinhoff - Betreiber der Poco-Märkte - und die Immobilienfirma Alstria Office. Sie verdrängen den Stahlhändler Klöckner und den Autozulieferer ElringKlinger. Steinhoff war erst im Dezember von der Börse in Johannesburg nach Frankfurt gewechselt.

Gleichzeitig fallen der Finanzdienstleister MLP, Sixt Leasing, Hornbach Baumarkt und der Verkehrstechnikanbieter Schaltbau aus dem Kleinwerteindex SDax heraus. Neueinsteiger sind der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische, die Reederei Hapag-Lloyd und der Waschstraßenbauer Washtec.

Im TecDax tauscht die Deutsche Börse den Telekomanbieter QSC und die High-Tech-Firma LPKF Laser & Electronics gegen den 3D-Druckeranbieter SLM Solutions und den Halbleiterexperten Süss MicroTec aus.

Das SDax-Mitglied Schaeffler muss sich mit dem erhofften Aufstieg in den MDax noch gedulden. Eine Chance eröffnet sich Börsianern zufolge durch die geplante Übernahme von Wincor Nixdorf durch den US-Konkurrenten Diebold. Falle der Geldautomaten-Hersteller aus dem Index heraus, sei der Autozulieferer der heißeste Aufstiegskandidat.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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