Kurs reagiert auf gute Quartalszahlen des Chipherstellers nur zögerlich – Konzern winkt gewaltige Steuerersparnis
Analysten halten Intel-Aktie für preiswert

Mit seinen positiven Quartalszahlen hat der Chiphersteller Intel der gebeutelten High-Tech-Branche vor zwei Wochen Hoffnung gemacht.

HOUSTON. Wenige Tage nach dem enttäuschenden Quartalsbericht des Computerkonzerns und Intel-Branchenkollegen IBM, der die Wall Street in Panik versetzte, legte Intel den zweithöchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte vor. Damit entschärfte der Konzern die Lage etwas und stoppte auch die Abwärtsbewegung des eigenen Aktienkurses.

Auf den großen Freudensprung warteten Intel-Aktionäre aber vergeblich. Mit aktuell rund 23,50 Dollar liegt das Papier noch immer gut 1,50 Dollar unter dem Jahreshoch aus dem März. „In einem solchen Umfeld ist der Markt eher geneigt, Fehlschläge zu bestrafen als positive Überraschungen zu honorieren“, sagte Analyst Anthony Chan von JP Morgan Asset Management der Nachrichtenagentur Reuters.

Umso dringlicher raten die Experten den Anlegern jetzt zur Intel-Aktie: 24 von 39 Analysten empfehlen sie zum Kauf, fast die Hälfte davon nennt Intel sogar einen „Starken Kauf“, zeigt die Statistik von Thomson First Call. „Im Vergleich zu historischen Ständen ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis im Moment ausgesprochen billig“, sagt etwa Ben Lynch von der Deutschen Bank. Nach Ansicht der Investmentbank Legg Mason hat Intel das Vertrauen in die Verfassung des Halbleitermarktes wieder gestärkt.

Für das laufende Quartal verspricht der weltgrößte Halbleiterproduzent erneut gute Zahlen. Die Chips für Centrino-Laptopmodelle fänden reißenden Absatz, und die Einführungs- und Produktionskosten für Mikroprozessoren seien zurückgegangen, sagt Intel-Finanzchef Andy Bryant. Die Nachfrage nach Intel-Produkten sei „überall auf der Welt ziemlich solide“.

Außerdem könnten in den kommenden Jahren Steuerersparnisse von rund 25 Mrd. Dollar den Ertrag anschieben. Mit diesem Bonus will der US-Bundesstaat Oregon das Unternehmen dazu bringen, seine Produktionsstätten an der mittleren Westküste auszubauen.

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