Kursentwicklung nur durchschnittlich
AWD-Aktie von mehreren Banken zurückgestuft

Die Aktie des Finanzdienstleisters AWD ist einen Tag nach Vorlage der Halbjahresbilanz mit gestiegenen Umsätzen und Erträgen von zwei Banken zurückgestuft worden.

Reuters HANNOVER. Die Commerzbank und das Bankhaus Metzler begründeten dies mit der überdurchschnittlichen Kursentwicklung in den vergangenen Monaten und dem Auslaufen eines Kostensenkungsprogramms zum Jahresende.

AWD erklärte daraufhin, lediglich ein Sonderprogramm ende planmäßig. Andere Maßnahmen zur Senkung der Kosten und Steigerung der Gewinne liefen unvermindert weiter. Die im MDax notierte AWD-Aktie verlor am Mittwoch zunächst 2 Prozent erholte sich am Nachmittag aber wieder und erreichte mit 20,40 Euro das Vortagesniveau.

Die Analysten der Commerzbank setzten die AWD-Aktien auf „Reduce“ (Reduzieren) von „Hold“ (Halten) herunter. Das Bankhaus Metzler sogar auf „Sell“ (Verkaufen) von zuvor „Buy“ (Kaufen). Dagegen beließ die Investmentbank HSBC Trinkhaus & Burkhardt AWD auf „Hold“.

Die Commerzbank verwies zur Begründung neben dem hohen Aktienkurs, der in den vergangenen drei Monaten 46 Prozent Prozent gestiegen war, auf die von ihr erwartete Verlangsamung des Wachstums bei dem Finanzdienstleister. Metzler-Analyst Sven Jannsen nannte als Kursziel lediglich 16 Euro. Nach den Halbjahreszahlen seien Aktienverkäufe für Gewinnmitnahmen zu erwarten. Zum Jahresende werde zudem das Kostensenkungsprogramm auslaufen.

Nach den Worten eines AWD-Sprechers handelt es sich dabei um ein befristetes Sonderprogramm für den Ausbau des Vertriebes und die Zusammenführung von Verwaltungsaufgaben der neuen Töchter in Deutschland in der Zentrale, sagte ein AWD-Sprecher. „Deshalb laufen aber andere Maßnahmen zur Kostenoptimierung unverändert weiter.“ Auch im nächsten Jahr gehe es darum, die Gewinnmargen der Produkte zu erhöhen und Unternehmensabläufe zu optimieren.

AWD hatte am Dienstag bekannt gegeben, im ersten Halbjahr Gewinn und Umsatz deutlich gesteigert zu haben. Für das Gesamtjahr 2003 hat das Unternehmen dank einer zunehmenden Nachfrage nach Produkten rund um die private Altersvorsorge bereits zweistellige Zuwachsraten in Aussicht gestellt. Der Finanzdienstleister erwartet einen Umsatz von 530 bis 555 Mill. Euro sowie einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 45 bis 51 Millionen.

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