Kurspotenzial
US-Übernahmekandidaten werden für Anleger interessant

Eine Reihe von Investoren nutzt die jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten zum Einstieg in die Aktien von Unternehmen, bei denen eine Übernahme angekündigt wurde. Grund: Da zahlreiche Anleger Bedenken haben, die Transaktionen könnten scheitern, bieten die Titel inzwischen sehr hohe Kurschancen

Bloomberg NEW YORK. Seit 19. Juli hat sich der potenzielle Gewinn bei den Titeln von 227 Unternehmen in Asien und Europa, für die Übernahmeofferten vorliegen, auf 6,2 Prozent mehr als vervierfacht, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht. Sally Mae ist ein Beispiel dafür. Hier liegt der Kurs der Aktie inzwischen 20 Prozent unter dem Preis, den die Buyout-Gesellschaft J.C. Flowers & Co. geboten hat, rechnet Pedro Alves vor, Vermögensverwalter bei Gestao Financeira.

In den USA beträgt die durchschnittliche Differenz zwischen aktuellem Kurs und Übernahmegebot für 22 Unternehmen, bei denen die Offerte eines Finanzinvestors vorliegt, 11,9 Prozent. Das geht aus Daten hervor, die das Finanzanalyse-Unternehmen Birinyi Associates zusammengestellt hat.

Die Zweifel daran, dass die Übernahmen wirklich über die Bühne gehen, hält David Kostin, Chef-Aktienstratege von Goldman Sachs, für überzogen. Die Erfolgschance sei deutlich höher als die vom Markt angenommenen 62 Prozent, schreibt er in einer Analyse. Er rät zum Einstieg. Dazu kommt die jüngste Senkung des Diskontsatzes durch die US-Notenbank Fed. Sie verleiht der Kaufstimmung für Übernahmekandidaten zusätzlichen Schub, denn durch sie stiegen die Aussichten auf eine günstigere Finanzierung sagte John Wilson von Morgan Keegan & Co. in Memphis, Tennessee.

Wilson nennt als interessanten Titel U.S. Xpress Enterprises Inc. Die Aktie der LKW-Spedition sei im Zuge der Turbulenzen viel zu stark gefallen, sagte der Analyst. Am 22. Juni hatten Unternehmenspräsident Patrick Quinn und Vorstandsvorsitzender Max Fuller ein Übernahmeangebot in Höhe von 20 Dollar je Aktie für das Unternehmen mit Sitz in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee ausgegeben. Am 17. August schloss der Titel bei 16,40 Dollar. Sollte die Übernahme vollzogen werden, ist den Anteilseignern damit derzeit ein Gewinn von 22 Prozent sicher.

Weiteres Beispiel für eine Aktie mit Potenzial ist Penn National Gaming, ein Glücksspielbetreiber aus Wyomissing im US-Bundesstaat Pennsylvania.

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