Aktien
Kurssprung bei Schering nach Rückzug von Betaferon-Konkurrent

Die Aktie des Berliner Pharmaunternehmens Schering hat am Montag den freiwilligen Rückzug eines Konkurrenzmedikaments zum Multiple-Sklerose-Mittel Betaferon mit einem kräftigen Kurssprung quittiert.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie des Berliner Pharmaunternehmens Schering hat am Montag den freiwilligen Rückzug eines Konkurrenzmedikaments zum Multiple-Sklerose-Mittel Betaferon mit einem kräftigen Kurssprung quittiert. Der Titel war bis 14.40 Uhr mit 6,32 Prozent im Plus bei 57,05 Euro, während der Dax zugleich um 0,10 Prozent auf 4 352,83 Punkte anstieg und damit gut behauptet tendierte.

"Ich halte diesen hohen Kursgewinn für nicht ganz gerechtfertigt", sagte ein Aktienhändler in Frankfurt. Nach seiner Vermutung haben die meisten Anleger bei dem Titel auf fallende Kurse gesetzt und müssten nun nachkaufen, was die Kursbewegung deutlich verstärke.

Analyst Alexander Groschke von der Landesbank Rheinland-Pfalz in Mainz äußerte sich deutlich optimistischer: "Das hilft Schering schon. Die letzten Jahre des Patentschutzes für Betaferon besser finanziell auszunutzen", sagte er im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Zu dem Mittel fehle nun die Alternative - und zwar solange wie der Patentschutz bis 2007/08 auslaufe.

Die Biotechfirmen Biogen und Elan haben das Multiple-Sklerose-Präparat Tysabri vom Markt genommen. Die Entscheidung erfolgte nach zwei schwerwiegenden Vorfällen, bei denen Tysabri zusammen mit einem anderen Präparat verwendet wurde. Ein Patient sei dabei ums Leben gekommen. Tysabri gilt als das einzige Konkurrenz-Medikament von Betaferon von Schering.

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