Kurssturz war von extrem hohen Umsätzen begleitet: Hoffnung auf die Atempause

Kurssturz war von extrem hohen Umsätzen begleitet
Hoffnung auf die Atempause

Nach der Talfahrt am Montag und dem turbulenten Handel am Dienstag machen technisch orientierte Analysten Anlegern etwas Hoffnung. Das hohe Handelsvolumen und die ungewöhnliche Dynamik des Kurssturzes nähren vorsichtigen Optimismus zumindest auf eine kurze Erholung.

DÜSSELDORF. „Nach der tagelangen Talfahrt fehlte noch der typische Sell-Out. Ihn haben wir am Montag gesehen. Das macht den Weg frei, damit sich an den Börsen zumindest ein tragfähiger Boden bilden kann“, sagt Klaus Deppermann von der BHF-Bank.

Der Kurssturz an Europas Aktienmärkten zu Wochenbeginn war von extrem hohen Umsätzen begleitet. Gegenüber dem vorangegangenen Montag wechselten an der Frankfurter Börse dreimal so viele Aktien den Besitzer. Sehr viele Verkaufsaufträge fanden also ihre Abnehmer. Damit wechselten mit einem Schlag viele Aktien aus „zittrigen“ in „sichere Hände“, wie Börsenaltmeister André Kostolany sagte. „Wer angesichts solch einer Fülle von Hiobsbotschaften und schlechter Stimmung Aktien kauft, hält diese auch bei weiteren Negativmeldungen“, meinte gestern ein Frankfurter Händler.

Tatsächlich stoppten in der Börsengeschichte viele Talfahrten nach vorangegangenen hohen Umsätzen. Gewissheit für eine Trendumkehr bieten sie hingegen nicht. Dafür ist auch diesmal das Chartbild viel zu düster. Nach Vollendung einer mehrfachen Spitze mit Kursen oberhalb von 8 000 Punkten hat sich im Deutschen Aktienindex (Dax) die Situation nachhaltig eingetrübt (siehe Chart). Denn je öfter der Index oben abprallte, desto mehr Investoren gewannen die Überzeugung, dass der inzwischen fast fünf Jahre alten Hausse die Luft ausgeht. Rezessionsängste und Sorgen, dass die Krise auch auf Europa und Asien übergreift, runden das negative Bild ab.

Vollendung fand das schlechte Chartbild, als der Dax unter den Unterstützungsbereich bei 7 500 Punkten stürzte. Hier hatte er monatelang einen sicheren Halt gefunden und von dort aus immer wieder neuen Schwung nach oben gefunden. „Nun gab es kein Halten mehr. Unterstützungen gibt es auf der Unterseite kaum noch“, sagt der Hamburger Charttechniker Uwe Wagner. Bestenfalls böten frühere Unterstützungsbereiche bei knapp 6 500 Zählern noch einen Halt.

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