Kursverluste zum Debüt: Formel-1-Team Williams enttäuscht an der Börse

Kursverluste zum Debüt
Formel-1-Team Williams enttäuscht an der Börse

Die Formel-1-Begeisterung der Deutschen reicht nicht bis zur Börse. Der Börsengang des Williams-Rennstall ist bei den Anlegern durchgefallen. Williams nahm weniger ein als erhofft – und die Aktie rutscht zum Start ab.
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Er bringe Glamour an die Deutsche Börse, sagte Alan Paar, Manager der Williams F1 Grand Prix Holding, kurz nach dem offiziellen Handelsstart an der Frankfurter Börse. Und natürlich stellte der britische Rennstall wie schon bei der Pressekonferenz vor zwei Wochen auch heute noch mal einen Rennwagen auf das Parkett. Doch geholfen hat das alles nichts, die Anleger haben wenig Interesse an der Aktie.

Die Papiere des Formel-Eins-Teams sind am Mittwoch mit 25,25 Euro knapp über dem Ausgabekurs in den Parketthandel der Frankfurter Börse gestartet. Im elektronischen Handel Xetra lag die Erstnotiz mit 24,21 Euro allerdings niedriger. Nach dem Handelsstart rutschten die Aktien weiter ab und lagen am Abend aber immerhin bei 24,38 Euro. „Es ist ein schwieriger Markt gerade und es ist eine schwierige Aktie“, sagt Parr.

Die Williams-Aktien waren den Anlegern zu einem Preis von 25 Euro zugeteilt worden – am unteren Ende der Preisspanne. Statt der geplanten 80 Millionen Euro spült der Schritt an die Deutsche Wertpapierbörse damit nur knapp 60 Millionen Euro in die Kassen des Rennstalls. Williams hatte für die Aktien ursprünglich eine Preisspanne von 24 bis 29 Euro geplant, diese wegen der geringen Nachfrage von Investoren aber auf 25 bis 27 Euro zurückgenommen.

Die Hoffnung, mit dem Schritt nach Frankfurt Formel-1-Begeisterte Privatanleger zu gewinnen, hat sich für das Traditionsteam nicht erfüllt. Der Anteil institutioneller Investoren und Hochvermögenden Einzelinvestoren lag bei 97 Prozent. Rund ein Viertel aller Aktien des des Unternehmens werden künftig an der Börse gehandelt. Der Rennstall wird damit mit 250 Millionen Euro bewertet. Eigentümer und Teamchef Frank Williams will früheren Aussagen zufolge die Mehrheit am Rennstall behalten und diesen als Teamchef weiter kontrollieren.

Williams traut sich als erstes Formel-1-Team an die Börse und gewährt damit einen Einblick in sein Geschäft. Allzu tief in die Bücher blicken sollen die Investoren – und natürlich die Konkurrenz – aber nicht. So räumte Geschäftsführer Adam Parr Anfang Februar ein, dass die Entscheidung des britischen Teams für die Deutsche Wertpapierbörse mit den niedrigen Transparenzanforderungen im gering regulierten Entry Standard zusammenhänge.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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