Kurzfristige Indikatoren signalisierten eher Abwärtsdruck
Charttechniker: Dax bleibt im engen Band

Wenn es nach Charttechnikern geht, bleibt der Dax in einem so genannten "Sägezahnmarkt" gefangen. Denn für einen Ausbruch des Dax aus seiner Konsolidierungsspanne gibt es derzeit wenig Hinweise.

HB FRANKFURT. „Die Chancen auf eine weitere Konsolidierungswoche sind gestiegen, auch wenn es wenig Freude machen mag“, meint Marcel Mußler von den Mußler-Briefen. Auf technische Aspekte spezialisierte Beobachter sehen den Leitindex unverändert in einem engen Band, auch wenn die Angaben über die Begrenzungen dieses Bandes variieren. Mit Blick nach oben sind sich die Auguren weitgehend einig: beim langfristigen Abwärtstrend bei 4 050 Punkten dürfte für den Dax vorerst Schluss sein. Für das untere Ende der Spanne werden die Unterstützungen bei 3 950 und 3 925/20 genannt sowie das Tief der aktuell gültigen Konsolidierung bei 3 933.

„Für einen Ausbruch nach oben und einen Angriff auf die Jahreshochs benötigen wir mehr Dynamik, mehr Momentum und mehr Umsatz“, sagt Heinz Stork von der Frankfurter Wertpapierhandelsbank Baader. Die kurzfristigen Indikatoren signalisierten aber eher Abwärtsdruck. So hätten die Stochastik und der Commodity-Channel-Index (CCI) jüngst Verkaufssignale geliefert. Selbst ein Abrutschen unter 3 920 Stellen wäre nach Aussage von Stork aber nicht Besorgnis erregend. Die nächste solide gestaffelte Unterstützungszone reiche bis zu 3 870. „Richtig dramatisch“ werde es für den Dax ohnehin erst bei einem Ausbruch aus der übergeordneten Handelsspanne von 3 700 bis 4 175. Hierfür gebe es aber derzeit keine charttechnischen Anzeichen.

Frank Klumpp von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) schließt einen Ausbruch des Dax aus der Spanne von 3 950 bis 4 040 nicht aus. „Diese Spanne ist viel zu schmal“, meint der Analyst. Er favorisiere den Blick nach oben angesichts der Sentiment-Indikatoren. So sei der 5-Tage-Durchschnitt der Put/Call-Ratios mit 1,1 relativ hoch, dies deute auf einen hohen Absicherungsbedarf der Marktteilnehmer mittels Optionen hin. Ferner habe die Advance/Decline-Linie ein neues Hoch ausgebildet, was auf eine gute Marktbreite schließen lasse. Nach oben seien die Jahreshochs um 4.170/75 die nächste Zielzone. Nach unten sei der Dax an der 200-Tage-Linie bei 3.850 gut abgesichert.

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