LCD-Hersteller will in neue Werke investieren
LG Philips bereitet Milliardenemission vor

Der weltgrößte Hersteller von LCD-Bildschirmen LG Philips LCD und seine beiden größten Anteilseigner, LG Electronics und Philips, haben vor, Aktien im Wert von bis zu zwei Mrd. Dollar (1,7 Mrd. Euro) zu platzieren. Dies wäre die zweitgrößte Aktienemission der asiatischen Technologiebranche in diesem Jahr.

Bloomberg SEOUL. Platz eins hält die taiwanesische Chunghwa Telecom, die Bloomberg-Daten zufolge ADRs im Wert von 2,8 Mrd. Dollar platzieren will.

LG Philips hat beantragt, im laufenden Quartal bis zu 1,4 Mrd. Dollar an neuen amerikanischen Aktienzertifikaten (ADRs) auszugeben. Philips dürfte in den USA gehandelte Aktien im Wert von 300 Mill. Dollar platzieren, LG Electronics wird sich voraussichtlich von koreanischen Aktien im gleichen Wert trennen.

Der in Seoul ansässige LCD-Hersteller war 1999 als Gemeinschaftsunternehmen von LG Electronics und der niederländischen Philips gegründet worden. Beide Unternehmen haben sich vertraglich verpflichtet, ihren Anteil an dem Joint-Venture bis 2007 mindestens bei 30 Prozent zu belassen. Im ersten Quartal hatte LG Philips erstmals seit zwei Jahren rote Zahlen geschrieben, weil das LCD-Überangebot die Preise drückt.

„Es liegt in der Natur dieser Branche, dass viel Geld in neue Werke gesteckt werden muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte Jung Kyun Sik, Vermögensverwalter bei Shinhan BNP Paribas Investment Trust Management. „Aktien zu platzieren, ist unvermeidbar, weil das Unternehmen immer noch mehr investiert als es einnimmt.“ Am Freitag notierte die Aktie in Seoul bei 46 000 Won – 2,7 Prozent leichter als am Vortag. Für Abgabedruck sorgten Befürchtungen, die geplante Transaktion könnte den Gewinn je Aktie künftig verwässern.

Für das jüngste Quartal, dessen Zahlen am 11. Juli vorgelegt werden, erwarten Analysten im Schnitt einen Nettogewinn von 1,5 Mrd. Won, nach einem Verlust von 79 Mrd. Won im ersten Quartal. Allerdings sind die LCD-Preise im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um rund ein Drittel gefallen. „Solange sich die Gewinne bei Bildschirmen und Fernsehern nicht klar erholt haben, wird die Aktie unterdurchschnittlich abschneiden“, erwartet Kim Kyeong Seob, Vermögensverwalter bei KB Asset Management Co. in Seoul. „Es dürfte drei bis vier Monate dauern, bis diese Erholung da ist.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%