Lebensmittel-Lieferdienst Hellofresh kommt bei Börsengang voran

Der defizitäre Lieferdienst Hellofresh debütiert am kommenden Donnerstag an der Börse. Die Preisspanne für Aktien liegt zwischen neun und 11,50 Euro. Vor einigen Monaten wurde Hellofresh noch deutlich höher bewertet.
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Beim zweiten Versuch an der Börse macht Hellofresh Preiszugeständnisse. Quelle: obs
Hellofresh

Beim zweiten Versuch an der Börse macht Hellofresh Preiszugeständnisse.

(Foto: obs)

FrankfurtDer Lebensmittel-Lieferdienst Hellofresh kann im zweiten Anlauf auf einen Erfolg bei seinem Börsengang hoffen. Die Aktien würden wohl für 10,25 bis 11,50 Euro platziert und damit in der oberen Hälfte der Preisspanne, teilten die begleitenden Banken am Freitag mit. Innerhalb dieser Preisspanne seien die Orderbücher einschließlich der Platzierungsreserve gefüllt. Das defizitäre Unternehmen aus dem Reich von Rocket Internet will sein Debüt an der Frankfurter Börse am kommenden Donnerstag (2. November) feiern. Die Aktien können seit Dienstag gezeichnet werden, die Preisspanne wurde mit 9,00 bis 11,50 Euro festgelegt. Hellofresh liefert Kochboxen nach Hause, in denen die Kunden alle Zutaten finden, um selbst ein Menü zu kochen. Insgesamt sollen dem Unternehmen bis zu 357 Millionen Euro zur Finanzierung des Wachstums zufließen.

Vor zwei Jahren hatte Hellofresh, an dem der Startup-Investor Rocket Internet 53 Prozent hält, seine Börsenpläne fürs Erste begraben. Diesmal machte Hellofresh Preiszugeständnisse: Bei einer Finanzierungsrunde im Dezember wurde das gesamte Unternehmen noch mit zwei Milliarden Euro bewertet, im Rahmen des Börsengangs sind es auf vergleichbarer Basis (pre-money) maximal 1,5 Milliarden Euro. Anders als beim ersten Versuch sollen die Erlöse aus dem Börsengang allein Hellofresh zufließen.

Hellofresh versucht sich von US-Konkurrenten Blue Apron abzusetzen, deren Aktien seit dem Börsendebüt im Sommer die Hälfte an Wert verloren haben. Anders als der Konkurrent ist das Unternehmen neben den USA auch in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Australien, Österreich, der Schweiz und Kanada tätig. Doch auch für Hellofresh sind die USA der wichtigste Markt. Zudem verspricht Hellofresh-Chef Dominik Richter, binnen 15 Monaten operativ die Gewinnschwelle zu erreichen. Im ersten Halbjahr 2017 wuchs der Umsatz um 49 Prozent auf 435 Millionen Euro, der Betriebsverlust (bereinigtes Ebitda) stieg leicht auf 46,5 (Vorjahr: 45,7) Millionen Euro.

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