Leipnik-Lundenburger
Raiffeisentochter soll an die Börse

Die österreichische Raiffeisen-Zentralbank erwägt einen Börsengang ihrer Mehl- und Mühlentochter Leipnik-Lundenburger. Für den Sprung an den Kapitalmarkt muss sich das Unternehmen allerdings noch gedulden.
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WienFür die größte Mühlengruppe Europas mit Marken wie „Fini's Feinstes“ oder „Farina“ könnte der Sprung an den Kapitalmarkt „in zwei bis drei Jahren ein Thema sein“, sagte RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner am Montag. Die Firma mit Sitz in Wien gehört der Raiffeisen-Gruppe und wird ab Juli vom ehemaligen österreichischen Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) geführt. Er war nach einem Lungenembolie im April zurückgetreten und soll Leipnik nun auf Vordermann bringen. „Ich gehe davon aus, dass diese Gesellschaft mehr kann, als sie bisher zeigt“, sagte Rothensteiner.

Die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG (LLI) erwirtschaftete zuletzt mit 31 Standorten in sieben Ländern einen Jahresumsatz von 900 Millionen Euro. Auch der Automaten-Kaffeeanbieter café+co gehört zu der Firma, die darüber hinaus Beteiligungen am Agrarkonzern BayWa, sowie an Südzucker und deren Tochter Agrana hält.

Die Mehrheit der Anteile hält mit gut 50 Prozent die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien. Rund 33 Prozent gehören der Raiffeisen-Zentralbank (RZB).

An dem zum Verkauf stehenden Österreichgeschäft der maroden Hypo Group Alpe Adria (HGAA) sei die RZB nicht interessiert. Ein derartiges Engagement mache wegen des vergleichsweise geringen Marktanteils der HGAA in Kärnten keinen Sinn.

Bei der Rückzahlung der 1,75 Milliarden Euro schweren Staatshilfen habe das mit der Raiffeisen Bank International fusionierte Institut Spielraum. Solange die Ratingagenturen das Kapital als hartes Kernkapital (core tier 1) werten würden, seien die hohen Ausgleichszahlungen an den Staat „erträglich“, sagte Rothensteiner. Die Bewertung der Agenturen sei mit entscheidend, wann die Bank die Milliarden zurückzahle.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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