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Lenovo nach Übernahme der IBM-PC-Sparte vor großen Herausforderungen

Die Analysten des Marktforschungsinstituts IDC sehen den chinesischen Computerhersteller Lenovo nach der Übernahme der PC-Sparte von IBM vor großen Herausforderungen.

dpa-afx FRAMINGHAM. Die Analysten des Marktforschungsinstituts IDC sehen den chinesischen Computerhersteller Lenovo nach der Übernahme der PC-Sparte von IBM vor großen Herausforderungen. In einer am Mittwoch vorgelegten Studie nennen sie die mangelnde Bekanntheit der Marke im Ausland, die Notwendigkeit, mit der aggressiven Preispolitik im PC-Markt Schritt zu halten, und mögliche Schwierigkeiten bei der Integration der Akquisition.

Der Reiz des Deals liege darin, dass er die Marke IBM und deren Technologie mit den Möglichkeiten Lenovos zur kostengünstigen Produktion zusammenbringe. Als drittgrößter Hersteller habe das Unternehmen die erforderliche Marktmacht auf den Komponentenmärkten, um es mit der aggressiven Preispolitik von Dell und Hewlett-Packard (HP) aufzunehmen. Auch für IBM habe das Geschäft mit Lenovo positive Seiten: "Für IBM war es ein Kampf, die PC-Sparte in den letzten Jahren rentabel zu halten", heißt es in der Analyse.

Dell und HP werden nach Ansicht der Marktforscher jede mögliche Verunsicherung der IBM-Kundschaft für sich zu nutzen wissen. Die Firmenzentrale mit dem IBM-Mann Steve Ward als CEO in New York anzusiedeln. sei eine weise Entscheidung gewesen, um diese Kunden zu beruhigen. Andererseits könnte die ansonsten sehr loyale IBM-Kundenbasis die Übernahme zum Anlass nehmen, ihre Optionen im PC-Bereich zu prüfen. Man müsse sich fragen, für wie viele von ihnen die Ausstattung mit PCs der Marke IBM ein unverzichtbarer Bestandteil ihres Geschäfts mit IBM seien.

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