Lob für Zuwachsraten des Solarzellen-Herstellers
Aktie von Q-Cells kostet weniger als erwartet

Der Börsenkandidat Q-Cells bleibt mit seinem Ausgabepreis von maximal 34 Euro unter der Bewertung, die Analysten des Konsortialführers Citigroup in einer Studie für maximal möglich hielten.

scc FRANKFURT/M. Mit dem gestern bekannt gegebenen Ausgabepreis von 29 bis 34 Euro je Aktie wird das Unternehmen für das Börsendebüt zwischen 1,07 und 1,25 Mrd. Euro bewertet. Die Experten der Citigroup hatten im Vorfeld mit Verweis auf Branchenprimus Solarworld bis zu 1,39 Mrd. Euro für möglich gehalten.

Vom Emissionserlös sollen bis zu 226 Mill. Euro der maximal 280 Mill. Euro dem Unternehmen selbst zufließen. Der Rest geht an die Altaktionäre. Q-Cells will seine Marktposition im Bereich der Solarzellen-Produktion deutlich ausbauen. Lag das Unternehmen aus Thalheim in Sachsen-Anhalt 2002 noch weltweit auf Rang elf, so hat es sich letztes Jahr auf Platz fünf verbessert. „Unser Ziel sind die Top drei“, sagt Vorstandschef Anton Milner.

Dafür will Q-Cells die Produktionszahlen von 68 Megawatt (MW) im vergangenen Jahr bis Ende 2006 ausbauen auf 350 MW. Dafür wurde im Frühjahr dieses Jahres die größte Solarzellenfabrik Europas in Betrieb genommen.

Genauso wichtig wie die Absatzzahlen ist für Unternehmen der Solarbranche inzwischen die Versorgung mit dem Rohprodukt Silizium. Q-Cells hat hier mit großen Lieferanten langfristige Verträge abgeschlossen. „Daraus ergibt sich eine große Planungssicherheit“, sagt Milner.

Die Analysten der Citigroup rechnen bei Q-Cells bis 2007 mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 62 Prozent im Jahr. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll 2005 bei 19 Prozent und 2006 bei 21 Prozent liegen.

Überblick: Q-Cells

Branche: Solarzellenhersteller

ISIN: DE0005558662

Zeichnungsfrist: 21.9. bis 4.10.

Erstnotiz: voraussichtlich 5.10.

Preisspanne: 29 bis 34 Euro

Börsensegment: Prime Standard

Emissionsvolumen (inkl. Greenshoe): bis zu 8 243 262 Aktien, davon 6 656 522 Aktien aus einer Kapitalerhöhung, der Rest aus Aktionärsbesitz

Konsortialbanken: Citigroup, Dresdner KW, LBBW

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