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LRP erwägt nach Hurrikan Prognosesenkungen bei Rückversicherern

Von den Auswirkungen des Hurrikans "Charley" in den USA sind aus Sicht der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück , die Hannover Rück und der Branchenzweite Swiss Re am stärksten betroffen. "Kürzungen bei den Gewinnschätzungen für 2004 schließen wir nicht aus", schrieb Analyst Jochen Schmitt am Montag. "Allerdings könnte das Prämienniveau am Rückversicherungsmarkt aufgrund dieser Katastrophe weiter hoch bleiben beziehungsweise in einzelnen Bereichen sogar steigen." Die LRP bewerte die Aktien der drei Rückversicherer weiter mit "Outperformer".

dpa-afx FRANKFURT. Von den Auswirkungen des Hurrikans "Charley" in den USA sind aus Sicht der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück , die Hannover Rück und der Branchenzweite Swiss Re am stärksten betroffen. "Kürzungen bei den Gewinnschätzungen für 2004 schließen wir nicht aus", schrieb Analyst Jochen Schmitt am Montag. "Allerdings könnte das Prämienniveau am Rückversicherungsmarkt aufgrund dieser Katastrophe weiter hoch bleiben beziehungsweise in einzelnen Bereichen sogar steigen." Die LRP bewerte die Aktien der drei Rückversicherer weiter mit "Outperformer".

Am Wochenende hatte "Charley", der schlimmste Sturm seit 1992, in Florida gewütet. Erste Schätzungen gehen von wirtschaftlichen Schäden in einer Spanne von 15 bis 20 Mrd. $ aus, wie Schmitt schrieb. Die versicherten Schäden dürften sich auf fünf bis zehn Mrd. $ belaufen. "Die enorme Spannweite dieser Schätzungen stehen bildlich für die Prognoseunsicherheit", betonte der Analyst.

"Grundsätzlich sind unsere Gewinnschätzungen bei der Hannover Rück und der Münchener Rück insofern mit Vorsicht versehen, da wir angesichts einer möglichen Zunahme von Naturkatastrophen im zweiten Halbjahr unsere Annahmen konservativ gewählt haben", schrieb Schmitt. "Ob allerdings der Hurrikan Charley diesen Puffer nicht bereits mehr als ausreizt, können wir ad hoc zumindest nicht ausschließen." Bei der Swiss Re falle eine erste Einschätzung möglicher Folgen auf die Gewinnsituation 2004 schwer, da die Schweizer noch keine Halbjahresbericht vorgelegt hätten.

Bei der Hannover Rück betrug die so genannte Combined Ratio im ersten Halbjahr 94,3 % in der Schaden-Rückversicherung. Für das Gesamtjahr rechnet die LRP mit 96,8 %. Liegt diese so genannte Schaden-Kosten-Quote unter 100 %, so erzielt ein Versicherer operativ Gewinne. "Bei der Münchener Rück ist das Polster kleiner, allerdings sehen wir beim dem bayerischen Konzern im Gegensatz zur Hannover Rück die Möglichkeit, durch Gewinnrealisierungen auf Wertpapiere dem Ergebnis auf die Sprünge zu helfen", schrieb der Analyst.

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