Aktien
Lufthansa drehen ins Plus

Die Aktien der Deutschen Lufthansa sind am Donnerstag nach anfänglichen Verlusten infolge der Quartalsbilanz bis zum Mittag knapp in die Gewinnzone gestiegen. "Die Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen", sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der Deutschen Lufthansa sind am Donnerstag nach anfänglichen Verlusten infolge der Quartalsbilanz bis zum Mittag knapp in die Gewinnzone gestiegen. "Die Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen", sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. In einem lustlosen Markt war die Aktie bei geringen Umsätzen zunächst bis auf 10,48 Euro gefallen, bevor sie bis 12.20 um 0,28 Prozent auf 10,69 Euro zulegte. Der Dax gewann 0,92 Prozent auf 4 126,55 Punkte.

Helabatrust bestätigte die Aktien nach Zahlen mit "Kaufen". Die Ergebnisse hätten die Markterwartungen getroffen und zudem habe das Management den Ausblick für das Gesamtjahr 2004 erwartungsgemäß unverändert gelassen, schrieb Helabatrust-Analyst Mario Kristl. Nach dem Kursanstieg der letzten Tage sei aber mit Gewinnmitnahmen zu rechnen. Der positive Schritt den Börsengang von Tank & Rast einzuleiten, sei bereits seit längerer Zeit erwartet worden.

Die Verzögerungen bei der Sanierung der Verpflegungssparte der Lufthansa sind nach Ansicht von MM-Warburg-Analyst Nils Machemehl das "negative Highlight" des jüngsten Zwischenberichts. Positiver Höhepunkt sei hingegen, dass das Unternehmen sich bei der Kapazitätsausweitung in Zukunft beschränken wolle und somit wohl mehr auf die Auslastung und die Durchschnittsrendite achte. Wegen der festgefahrenen Verhandlungen mit den Piloten habe er bereits mit Problemen beim vorgesehenen Sparplan gerechnet.

"Mich reizt hier nichts zu einem Investment", sagte eine Analystin, die es vorzog ungenannt zu bleiben. Die Zahlen seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen und bei den kein Verhandlungen sei kein Ergebnis in Sicht. Ziehe der Markt nicht wieder ganz stark an, müssten die Piloten wohl Zugeständnisse für rund 250 Mill. Euro pro Jahr machen, damit die Anleger wieder eine Dividende bekämen, sagte sie mit Blick auf den kurzfristig verfügbaren Kassenbestand. Nach 13 Monaten Verhandlungen sei bislang nicht einmal eine Friedenshaltungspflicht erreicht worden, obwohl die Gespräche nach Unternehmensangaben konstruktiv geführt würden.

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