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Lufthansa fest - Händler: Stabiler Ölpreis unterstützt

Angetrieben von einem stabilen Ölpreis hat die Lufthansa-Aktie am Mittwoch ihren Erholungskurs fortgesetzt. Das Papier der Fluggesellschaft stieg gegen 10.20 Uhr mit plus 1,46 % auf 9,70 € an die DAX-Spitze . Zugleich rückte der Leitindex um 0,09 % auf 3 774,48 Punkte vor.

dpa-afx FRANKFURT. Angetrieben von einem stabilen Ölpreis hat die Lufthansa-Aktie am Mittwoch ihren Erholungskurs fortgesetzt. Das Papier der Fluggesellschaft stieg gegen 10.20 Uhr mit plus 1,46 % auf 9,70 € an die DAX-Spitze . Zugleich rückte der Leitindex um 0,09 % auf 3 774,48 Punkte vor.

"Die Lufthansa-Aktie ist so stark, weil sich der Ölpreis deutlich von den Höchstständen der Vorwoche entfernt hat", sagte Analyst Nils Machemehl von M.M. Warburg. Hingegen spielten die Spekulationen um einen terroristischen Hintergrund der beiden Flugzeugabstürze in Russland kaum eine Rolle, da es sich hier eher um ein russisches Problem handele.

Ähnlich äußerte sich ein Aktienhändler in Frankfurt: "Wenn es ein terroristischen Hintergrund hat, dann waren es wohl Tschetschenen, somit wäre es eher ein inner-russisches Problem." Nach dem zeitgleichen Absturz zweier russischer Passagierjets mit insgesamt 88 Toten hat Präsident Wladimir Putin wegen des Verdachts auf einen Terroranschlag Ermittlungen des Inlandsgeheimdienstes FSB angeordnet. Wegen der der Wahl in Tschetschenien am kommenden Sonntag (29. August) herrscht in Russland Angst vor Terroranschlägen.

Kaum beachtet wurde auch eine Pressemeldung zur Flugbranche. So drängen die Lufthansa und andere europäische Fluggesellschaften die EU-Regierungen, die Haftung für Terrorismusschäden zu übernehmen. "Ohne Staatshaftung besteht die Möglichkeit, dass der Flugverkehr eingestellt werden muss, wenn die Versicherer wie angekündigt ihre Terrordeckung kündigen", sagte Lufthansa-Versicherungschef Ralf Oelßner der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe).

Branchenexperte Machemehl sagte mit Blick auf die Meldung: "Sicher gibt es Diskussionen zwischen Fluggesellschaften, den Versicherern und den Regierungen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es dann keine Flüge mehr gibt." Die Regierungen dürften die Versicherer wohl dazu bringen, einige Risiken zu übernehmen, den Rest deckten die Regierungen dann selbst. Machemehl unterstrich, dass die US-Konkurrenten zur Zeit einen Vorteil hätten, weil die US-Regierung bis 2008 die Haftung für Terrorismusschäden übernehme.

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