Aktien
Lufthansa gut behauptet - Air France stützt, Swiss belastet

Die Aktie der Deutschen Lufthansa hat sich am Donnerstag schwächer als der Gesamtmarkt entwickelt.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie der Deutschen Lufthansa hat sich am Donnerstag schwächer als der Gesamtmarkt entwickelt. Die Aktie wird Börsianern zufolge von der Bilanz der Schweizer Fluggesellschaft Swiss belastet, während die Kurse der Konkurrenten unbelastet vom sinkenden Ölpreis und dem optimistischen Ausblick von Air France-KLM profitierten. Lufthansa-Aktien stiegen bis 11.10 Uhr um 0,19 Prozent auf 10,57 Euro. Zugleich gewann der Dax um 0,42 Prozent auf 4 342,59 Punkte. Dem gegenüber stiegen Air France-KLM in Paris um 0,31 Prozent.

Für das verhaltene Kursplus der Lufthansa-Aktie könnte die Quartalsbilanz mit den "warnenden Worten" zum laufenden Geschäft von Swiss verantwortlich sein, vermutete Analyst Nils Machemehl von MM Warburg. Die vor der Übernahme durch die Lufthansa stehende Swiss hatte mitgeteilt, die rekordhohen Preise für Flugtreibstoff würden das Erreichen der Rentabilität voraussichtlich auch im Jahr 2005 behindern.

Analyst Jochen Rothenbacher von equinet sagte gleichfalls, die Swiss-Bilanz könnte den Lufthansa-Kurs belastet, obwohl er anfänglich nicht damit gerechnet habe. Swiss hat im ersten Quartal dank des Verkaufs von Landerechten an British Airways den konsolidierten Betriebsertrag von 846 auf 853 Mill. Franken gesteigert.

"Die Zahlen von Air France waren nicht schlecht und übertrafen die Markterwartung", sagte Analyst Ulrich Horstmann von der Bayerischen Landesbank. "Das wirft auf Lufthansa kein gutes Licht. Wenn sich meine Zweifel legen, dass die Integration von Air France und KLM klappt, muss ich sie hochstufen, denn der französische Markt ist besser als der deutsche."

"Die Airlines legen insgesamt eher zu, nachdem der Ölpreis seit den gestern vorgelegten US-Lagerbeständen um einen Dollar gesunken ist", sagte darüber hinaus ein Händler in Frankfurt. Nach den jüngsten Kursgewinnen steige bei der Lufthansa aber offenbar die Verkaufsbereitschaft der Aktionäre, vermutete er unter Hinweis auf den lebhafteren Handel. Ende April war die Aktien zeitweise für 9,88 Euro gehandelt worden.

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