Lufthansa: Hebt die Aktie jetzt ab?

Lufthansa
Hebt die Aktie jetzt ab?

Eine nie zuvor dagewesene Streikwelle, geopolitische Krisen und die stärker werdende Konkurrenz durch Billig-Airlines stutzten Lufthansa 2014 massiv die Flügel. Dank niedriger Ölpreise könnte jetzt vieles besser werden.
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Es ist nur ein Wort. Genauer gesagt ein Adjektiv. Aber es ist eins, das in einem positiven Zusammenhang verwendet, die Herzen der Aktionäre höher schlagen lässt. „Signifikant“ lautet die Bezeichnung, die der Lufthansa Vorstand gebraucht, fragt man diesen nach den Erwartungen für den Anstieg des operativen Gewinns 2015.

Während der Weltkonzern im Vorjahr, in dem nach ersten Schätzungen ein Überschuss von rund einer Milliarde Euro erwirtschaftet wurde, noch 6,7 Milliarden Euro an Kerosinkosten zahlen musste, sollen sich 2015 selbige Kosten nach Absicherungsgeschäften gegen Ölpreisschwankungen (Hedging) auf „nur“ noch 5,8 Milliarden Euro belaufen.

Dabei kalkuliert der Vorstand mit einem Preis für das Fass der Nordseesorte Brent von 68 Dollar. Kürzlich sackte der Brent-Preis unter die 50-Dollar-Marke ab, den tiefsten Stand seit fast sechs Jahren. Damit ist der Ölpreis seit Juni vergangenen Jahres um rund die Hälfte eingebrochen.

Dementsprechend herrscht bei den Analysten und Aktionären derzeit Optimismus, der sich auch am Verlauf des Aktienkurses ablesen lässt. Experten wie Thomas Bergmann, Redakteur beim Anlegermagazin „Der Aktionär“, gehen davon aus, dass ein Fall der 16-Euro-Marke unmittelbar bevorsteht und sich der Kurs bis zum Jahresende auf mindestens 20 Euro steigern könnte.

Ähnlich sieht es das japanische Analysehaus Nomura. Dieses hat das Kursziel für Lufthansa von 19 auf 20 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy” belassen. Der Kerosinpreis sei in den vergangenen sechs Monaten um 48 Prozent gefallen - für Europas Fluggesellschaften ein bedeutsamer Kostenvorteil, schrieb Analyst James Hollins in einer Branchenstudie.

Lediglich eine milliardenschwere Schadenersatzforderung der Deutsche-Bahn-Frachttochter Schenker und anderer Unternehmen wegen des Vorwurfs illegaler Preisabsprachen gegen mehr als 30 Fluggesellschaften- darunter auch gegen die Lufthansa Cargo AG- bereitet der Kranich-Airline Bauchschmerzen.

Bisher ist allerdings unklar, wie hoch der Anteil der deutschen Fluggesellschaft an den inzwischen geforderten, insgesamt fast drei Milliarden Euro tatsächlich ist. Insidern zufolge soll er jedoch geringer ausfallen als die in früheren Presseberichten angenommenen 10 bis 20 Prozent.

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  • So sehr man es der Lufthansa wünscht, sehe ich im Moment wenig Anhaltspunkte dafür, dass es besser wird. Die Marke verwässert zunehmend - so richtig weiß niemand mehr, wofür die Markte noch steht und - heute Premium-Carrier, morgen dann nicht mehr und jetzt doch wieder .. dafür aber Tochterfirmen wie Eurowings, Germanwings u.s.w. .. selbst der Service bei der Kernmarke wird spürbar schlechter ... ein Dschungel unterschiedlicher Marken, Qualitätslevel, Experimentieren mit Tarifsystemen, Streiks (wenn auch unverschuldet) .... wenn man das in der Summe mit dem vergleicht, was z.B. Emirates bietet, dann sehe ich eher schwarz für eine rosige Zukunft. Letztendlich lebt ein Unternehmen von der Kundenzufriedenheit und die ist im Passagierverkehr alles andere als gut.

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