Aktien
Lufthansa nach Zahlen auf Erholungskurs gesehen

Nach den überraschend am Vorabend vorgelegten ersten Kennzahlen zum abgelaufenen Quartal haben die Aktien der Deutschen Lufthansa im vorbörslichen Handel zugelegt.

dpa-afx FRANKFURT. Nach den überraschend am Vorabend vorgelegten ersten Kennzahlen zum abgelaufenen Quartal haben die Aktien der Deutschen Lufthansa im vorbörslichen Handel zugelegt. Am Mittwochmorgen handelte die Düsseldorfer Wertpapierhandelsbank Lang & Schwarz die Papiere in einer Spanne zwischen 10,16 und 10,25 Euro, nachdem die Aktien am Vortag 1,67 Prozent schwächer mit 10,02 Euro auf ihrem Tagestief geschlossen hatten.

Die Titel dürften nach Ansicht eines Frankfurter Aktienhändlers nicht unter die 10-Euro-Marke fallen. Die Fluggesellschaft habe im ersten Quartal vermutlich wegen positiv zu bewertender Sparmaßnahmen besonders auf operativer Basis die Markterwartung übertroffen. Nach der Insolvenzwarnung des Konkurrenten Delta Air Lines am Vortag sehe der Aktienkurs jedoch nicht übermäßig vertrauenserweckend aus, fügte er hinzu.

Die Lufthansa sei mit mit einem operativen Verlust von 26 Mill. Euro deutlich besser als von M.M. Warburg erwartet ins neue Jahr gestartet, sagte Analyst Nils Machemehl: "Ich bin wegen des operativen Verlusts erstaunt, der deutlich unter meinen und den Erwartungen des Marktes liegt." Auch der Konzernverlust sei besser als erwartet ausgefallen, während der Umsatzanstieg im Rahmen der Erwartungen geblieben sei und noch keinen Hinweis darauf liefere, ob sich die viel beachtete Durchschnittsrendite in der Passage stabilisiert habe.

Die Quartalsbilanz vermittelte auch einer Luftfahrt-Analystin, die ungenannt bleiben wollte, einen "positiven ersten Eindruck". Nun sei es wichtig, ob der am Morgen erwartete Quartalsbericht hohe sonstigen Erträge wie beispielsweise Flugzeugverkäufe aufweise. Angesichts der im April deutlich gesenkten Kapazität im europäischen Luftfrachtgeschäft schließe sie nicht aus, dass sich die Gesellschaft von Frachtmaschinen getrennt habe. Insgesamt sei das traditionell verlustträchtigste Quartal jedoch für den Erfolg des Gesamtjahres wenig aussagekräftig, fügte die Expertin hinzu.

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